Die beste Investition deines Lebens!
Der lebensverändernde Kurs:

Mehr Glück und Freude im Leben


Table of Contents

Vorwort

Freiheit - Liebe - Abenteuer

Alle Menschen wollen glücklich sein. Aber nicht allen gelingt es, diesen uns angeborenen Zustand zu erreichen. Viele verlaufen sich in den Irrwegen ihres Geistes, landen in den Sackgassen des Lebens oder drehen sich hoffnungslos im Kreis. 

Wenn du in die falsche Richtung gehst, dann kommst du nicht schneller zum Ziel, wenn du schneller gehst oder dich noch mehr anstrengst.

Dieser Kurs basiert auf einem Grundprinzip, welches lautet: 

Deine Freude und dein Glück im Leben hängen von dir selbst ab.

Glück und Freude sind eine Wahl, eine Entscheidung, die du (jederzeit) treffen kannst. Die Wahrheit ist nämlich, dass wir immer eine Wahl haben, auch wenn uns das oft gar nicht bewusst ist. Wir können uns sozusagen gar nicht nicht entscheiden.

Wir können lernen uns bewusst für Glück und Freude zu entscheiden und wir können lernen, wie wir diese Entscheidungen zur Gewohnheit werden lassen. 

Freude und Glück sind uns angeboren, wir müssen es nicht extra produzieren, sondern nur wiederentdecken. Jeder von uns ist als kleines Kind mit einer natürlichen Lebensfreude auf die Welt gekommen. Vielleicht kannst du dich noch dunkel daran erinnern, wie es war, unbeschwert, frei und glücklich zu sein. 

Kein Zwang zum Glücklich sein.

Wir kommen alle mit einem individuellen Temperament auf diese Welt. Jeder hat seine ganz eigene Art und Weise Glück und Freude zu erfahren und auszudrücken. Das ist vollkommen in Ordnung. Jeder Mensch hat ein eigenes Glücksniveau, welches sich im Laufe der Zeit verändern kann. Es gibt keinen Zwang zum glücklich sein und keine Vorschrift, wie Freude und Glück sich zeigen müssen. Es geht immer nur darum, sein individuelles Glücksniveau, das individuelle Niveau des Wohlbefindens zu verbessern. Zu lernen besser mit der Welt und sich selbst zurechtzukommen. 

In diesem Kurs geht es um Glück und Freude als einen inneren Zustand, der dadurch gekennzeichnet ist, sich lebendig und wohl zu fühlen, unabhängig vom natürlichem Auf und Ab des Lebens. Es geht darum zu lernen, sich selbst, die Welt und das was uns in dieser Welt passiert, aus einer anderen Perspektive zu betrachten. 

Veränderung ist möglich.

Früher dachte man, die Bildung unserer Persönlichkeit ist mit Mitte dreißig abgeschlossen. Darüber hinaus sei keine grundlegende Veränderung mehr möglich. Heute weiß man, dass eine Veränderung immer möglich ist. Stichwort: Neuroplastizität des Gehirns. Wir können unser Gehirn, unsere neuronalen Verschaltungen, strukturell verändern. Wir können lernen anders zu denken und zu handeln. 

Egal ob wir ob wir uns als freudvolle Persönlichkeit einschätzen oder nicht, ob wir eher positiv oder eher mit dunklen oder schweren Gedanken unterwegs sind, wir können uns verändern und wir können die beste Version unseres Selbst werden.

Wir sind, was wir denken. Neue Gedanken, neues Gehirn, neues Leben. 

Wir können unser Glücksniveau, unsere Freude im Leben durch ein mentales Training verbessern und steigern. 

Über diesen Kurs.

Dieser Kurs ist praxisorientiert und soll dir da helfen, wo du gerade stehst. 

Er kombiniert jahrtausendealte Weisheitslehren aus dem Yoga und Buddhismus mit modernen Methoden der Psychologie, um Gewohnheiten und Verhaltensweisen dauerhaft zu verändern. 

Der Kurs ist systematisch aufgebaut und bietet eine Art Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Umgang mit dem menschlichen Geist, mit dem Ziel mehr Freude und Glück im Leben zu entwickeln. 

Start

Kleine Bedienungsanleitung - oder - so holst du das meiste aus diesem Kurs heraus.

Dies hier ist kein Kurs, den du in ein paar Tagen mal so eben machst und dann wieder vergisst. Er ist nicht zum schnellen durcharbeiten gedacht. Dieser Kurs soll dein Denken und Handeln, dein Bild, was du von dir, der Welt und dem was dir in dieser Welt passiert grundlegend verändern. Er soll dein Leben positiv verändern. Es ist ein Kurs von ungeahnten Möglichkeiten. 

Dieser Kurs ist ein Kurs, der von dir eine aktive Mitarbeit erfordert. 

Häufig ist nicht das Wissen das Problem, sondern das Tun. Wir wissen viele Dinge, aber tun sie nicht. Das soll sich durch diesen Kurs ändern. Er vermittelt neues Wissen und soll dich gleichzeitig zum Handeln bringen. 

Dein Leben ist alles was du hast, nimm dir also die gebotene Zeit, um es bestmöglich zu verändern. Dein Denken bestimmt dein Leben und es gilt: Es ist mehr möglich, als du denkst. Viele Dinge die du erfährst sind grundlegend anders, als du es vielleicht bislang in deinem Leben erfahren oder gelernt hast. Das Neue braucht Zeit, um sich zu setzen und in dir zu verankern. Gewohnheiten, die du über viele Jahre gefestigt hast, wirst du nicht über Nacht ändern können. Es ist wie ein Samen, den du in gut vorbereitete Erde legst. Erst durch regelmäßige Fürsorge wird daraus ein mächtiger Baum, der fest in der Erde verwurzelt und zur Sonne ausgerichtet ist. 

Gehe also nicht einfach nur schnell durch diesen Kurs, sondern verinnerliche ihn. Arbeite mit ihm und lass ihn für eine bestimmte Zeit dein Freund und Begleiter sein. Beginne erst mit dem nächsten Schritt, wenn du den vorherigen in dir gefestigt hast. Wenn notwendig wiederhole ein Kapitel oder einen Schritt so oft es notwendig ist. Absolviere den Kurs ruhig nach einer Weile noch einmal. Du wirst dich wundern. Der Kurs wird dir immer wieder neue Erkenntnisse bringen, einfach, weil du dich verändert hast und dir immer wieder neue Dinge klar werden. 

Ein paar Besonderheiten, die dir helfen werden

Im Kurs werden verschiedene Symbole verwendet.

Zusammenfassung (Stift):
Am Ende eines jeden Abschnitts findest du einen Bereich, wo du jeweils für dich das Wichtigste zusammenfassen kannst. Was erscheint dir wichtig, was möchtest du aus dem Kapitel für dich mitnehmen? Schreibe in kurzen Sätzen oder Stichworten und versuche es mit deinen eigenen Worten auszudrücken. Diese Passagen werden nachher die Grundlage für dein ganz persönliches Buch des Lebens ergeben.

Klick Symbol (Achtung, Ausrufezeichen)
Mit diesem Symbol werden Kernaussagen (Catchphrases) markiert. Lies dir diese Sätze ruhig mehrere Male durch und wiederhole sie regelmäßig. Lass sie zu deinem Mantra werden und sich tief in deinem Unterbewusstsein verankern.

Informations Symbol (Informationszeichen)
Wichtige theoretische Aussagen werden mit einem Informations-Symbol gekennzeichnet.

Aufgabe Symbol
Jetzt wird es wichtig, es gibt eine Aufgabe für dich. Nur wenn du aktiv wirst und etwas tust, wird sich dein Leben verändern. Konzentriere dich also immer auf das Tun in diesem Kurs.

Unterstützende Aktivitäten

Neben den Aufgaben und Übungen in diesem Kurs ist es gut, weitere unterstützende Dinge zu tun, die dir auf der Reise zu einem neuen Ich helfen können. Die nachfolgende Liste ist kein Zwang, sehe sie eher als ein Angebot aus dem du dir das für dich passende heraussuchen kannst. 

Körperliche Bewegung

Wir denken nicht zu wenig, sondern meistens zu viel und das in einer nicht heilsamen Art und Weise. Stichwort Gedankenkreisen, Grübeln, negatives und eingefahrenes Denken. 

Ein zuverlässiges Gegenmittel welches bei zu vielen oder schlechten Gedanken sofort wirkt, ist das in den Körper kommen. Gehe Spazieren, Laufe, mache Sport, Fitness oder Yoga. Dehn und streck dich, spüre deinen Körper. Wichtig ist, besonders beim Sport und Fitness, dass du eine gesunde Beziehung zu deinem Körper aufbaust. Du tust etwas für deinen Körper, weil du deinen Körper und das damit verbundene Leben liebst. "Embodiment" ist der wissenschaftliche Begriff für den Einfluss den dein Körper auf deinen Geist hat. 

  • Widme dich regelmäßig einer kreativen Tätigkeit
  • Erstelle dir eine Liste von Dingen, die dir gut tun (hier)
  • Gönne dir drei oder viermal pro Woche etwas, was dir gut tut.
  • Versuche jeden Tag mindestens einmal etwas bewusst anders zu machen
  • Meditiere oder nimm dir regelmäßig Zeit für dich selbst
  • Suche dir Verbündete mit denen du dich austauschen kannst. 

Meine Geschichte

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Vorspiel: Vom Glück und den Freuden des Lebens

Die Tür zum Glück geht nur nach innen auf.

Stufen des Glücks

Raus aus dem Hamsterrad

Stufe 1: Den Geist vorbereiten

Fasse einen Entschluss. Finde deine Intention

"Dein Leben ist so, wie du über dein Leben denkst."
James Swarz - Vedanta Lehrer

Jede Reise beginnt mit einem Ziel. Wie willst du einen Weg finden, wenn du das Ziel gar nicht kennst. Wir wollen alle glücklich sein, jedoch rücken wir das Ziel glücklich zu sein und Freude zu erleben nicht in den Mittelpunkt unseres Lebens. 

Das wollen wir jetzt ändern. 

Schließe deine Augen und sage dir einigem Male "Ich will glücklich sein." Beobachte dabei, was in dir passiert. Wie fühlst du dich? Was macht dein Geist? Kannst du in deinem Körper eine Veränderung feststellen?

Alles steht und fällt mit dem Entschluss, den du dir jetzt fasst. 

Ich will glücklich sein. 

Mach dir bewusst, das Menschen zu großen Veränderungen in der Lage sind, wenn sie sich dazu entschlossen haben. 

"Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst,
indem du deine Geisteshaltung änderst."

Albert Schweizer

Nutze deine mentalen Fähigkeiten

Einen Entschluss zu fassen und ein Ziel vor Augen zu haben ist wichtig, aber noch wichtiger ist es, dass du dein Ziel vor deinem inneren Auge aufleben lässt, dass du es spüren und fühlen kannst. 

Hier kommt die Macht der mentalen Bilder ins Spiel. Das Gehirn ist so konstruiert, dass es im Grunde zwischen Fiktion und Realität nicht unterscheiden kann. Ob du etwas real erlebst oder es dir nur vorstellst, hat ähnliche Auswirkungen in deinem Körper. 

Traumreisen, mentale Bilder die dich in die Sonne an einen Strand führen, führen zu den selben körperlichen Veränderungen, als ob du wirklich dort wärst. Alleine die Vorstellung an schreckliche Dinge, können unseren Körper in Alarmbereitschaft versetzen und Angstgefühle auslösen. Wissenschaftlich ist dieser Effekt ziemlich gut untersucht worden. Ob ein Klavierspieler ein bestimmtes Stück spielt oder es sich nur im Geist vorstellt, aktiviert die gleichen Gehirnareale. 

Versuche nun dir Freude und Glück vorzustellen. 

Schließe deine Augen. 

Versuche dich an einen Augenblick in deinem Leben zu erinnern, an dem du vollkommen glücklich und voller Freude gewesen bist. An dem du Freude und Glück ganz tief in dir gespürt hast. Achte, während du dir diese Erfahrung lebhaft und in allen Einzelheiten vorstellst, auf Farben, Geräusche, Gerüche und auf das was du in deinem Körper spüren kannst. 

Wie hat es sich angefühlt? Wo und wie hast du es in deinem Körper gespürt? Hatte es eine Farbe? Was ist mit deinem Geist passiert? Vielleicht kannst du Kribbeln im Körper wahrnehmen, Wärme oder ein leichtes Lächeln. Versuche dich genau an dieses Gefühl mit allen Details zu erinnern. Spüre es, als ob du es jetzt gerade erlebst. Lass das Gefühl von Glück und Freude ganz tief in deinen Körper einsinken. Atme es ein und aus.  

Die gewünschte Erfahrung intensiv mit Körper und Geist wahrzunehmen ist der Schlüssel für Veränderung.

Und jetzt stell dir vor, wie es wäre, wenn du in der Zukunft dieses Gefühl von Glück und Freude ständig in dir tragen würdest. Wie würde dein Leben dann aussehen? Wie würde es sich verändern? Wie würdest du dich verändern?

Stell dir vor, wenn du mit Hilfe dieses Kurses und deiner Intention dieses Ziel erreichen würdest. Würde sich das lohnen? Wenn ja, dann nimm dir noch einige Augenblicke Zeit, um dich ganz fest mit deiner Intention zu verbinden. 

Versuche nun deine Intention in einem für dich passenden Satz auszudrücken. Du kannst dir dafür ruhig etwas Zeit lassen. Welche Worte fühlen sich für dich passend und gut an?

Umsetzung im Alltag

Je öfters du etwas tust, desto leichter wird es. Ab einem gewissen Punkt musst du nicht mehr darüber nachdenken, du tust es automatisch, unbewusst. 

Je öfters du dich in deinem Alltag daran erinnerst, dass vorhast mehr Freude und Glück in dein Leben zu bringen, desto offener wirst du dafür sein. 

Energy flows, where attention goes!

Du möchtest dein Leben verändern, die Lebensqualität verbessern, mehr Glück und Freude in deinem Leben verspüren? Dann musst du dich vollkommen darauf konzentrieren was du dir wünscht und eine starke Vision davon entwickeln. 

Deine Energie fließt immer dorthin, wo deine Aufmerksamkeit hingeht. Um das zu erreichen, was du wirklich willst - und alle Menschen wollen letztlich nur glücklich sein - musst du deine ganze Energie auf dieses Ziel richten. Lass Glück und Freude zur Priorität Nr. 1 in deinem Leben werden. Wenn du das tust, werden erstaunliche Dinge passieren. Du wirst unbewusst Entscheidungen treffen, die dich deinem Ziel näher bringen. Du wirst wie von Zauberhand Menschen treffen,  Dinge erleben, Gespräche belauschen und auf Ressourcen stoßen, die Glück und Freude in dir entfachen. 

Es dauert eine Zeit, bis du dein Ziel verinnerlicht hast. Bis dahin ist es gut sich täglich an das Ziel zu erinnern, es immer wieder in das Bewusstsein zu rufen. 

Tipps für den Alltag, um dir deine Intention immer wieder ins Bewusstsein zu rufen:

  • Starte jeden Morgen mit deiner Intention und einer kurzen Visualisierung.
  • Treffe bewusste (Glücks-)Entscheidungen. Suche dir ein Ereignis, was regelmäßig in deinem Alltag auftritt oder stelle dir einfach dreimal am Tag einen stillen Alarm auf deinem Handy ein und frage dich dann: "Was würde mich jetzt glücklich machen?"
  • Klebe dir einen kleinen Zettel mit dem Wörtern "Atmen - Glück - Freude" an deinen Kühlschrank, den Badezimmerspiegel, der Wohnungstür oder dem Armaturenbrett im Auto. 
  • Unbekannte Situationen können Angst auslösen. Ändere deine Erwartungshaltung indem du dich fragst: "Was ist das Beste, was mir in dieser Situation begegnen kann?"
  • Schließe den Tag mit deiner Intention. Richte dein Bewusstsein auf deinen Körper. Spüre den Schutz und die Geborgenheit in deinem Bett wahr. Dann wiederhole einige Male die Worte: "Ich bin dankbar zu sein und deine Intention.

Umgang mit Probleme und Hindernissen auf dem Weg

Es wird nicht einfach werden. Das ist vollkommen natürlich und darüber solltest du im Klaren sein. 

Die Idee mehr Freude und Glück ins Leben zu holen ist so verlockend wie ein herrlicher Sonnenaufgang mitten im August. Aber was ist, wenn plötzlich Wolken am Himmel aufziehen, die sich aufmachen das herrliche Blau zu verdrängen?

Kein Grund zur Sorge. Das ist normal und gehört dazu. 

Viele Menschen gehen eher skeptisch durch die Welt und halten ständig Ausschau nach dem was schief laufen könnte oder nicht so gut ist. Sie schleppen einen schweren Rucksack, gefüllt mit negativen Erfahrungen mit sich herum. Innere Stimmen die dir unterschwellig zuflüstern, was passieren wird. Subtile Gedanken wie: "Mache ich mir nicht bloß etwas vor?", "Am Ende werde ich wieder enttäuscht werden.", "Wie soll ich nach so vielen Jahren mein Leben ändern können?" oder "Du verdienst kein Glück, du wirst nie Erfolg haben - so wie immer.".

Weshalb kommen diese Stimmen auf und was kannst du dagegen tun?

Wir sind Mensch und Lebewesen. Als Mensch wollen wir glücklich sein, als Lebewesen überleben. Die Wahrscheinlichkeit zu Überleben erhöht sich, wenn wir uns auf mögliche Gefahren und Probleme konzentrieren. Wir sind evolutionsbiologisch auf Negativität gepolt. In der Wissenschaft wird dies als Negativitätsbias, Negativitätseffekt oder Negativitätsdominanz bezeichnet. Wir richten unsere Aufmerksamkeit stärker auf negative, als auf positive Dinge. 

Wenn wir versuchen neue und gesündere Denk- und Verhaltensmuster zu erlernen, treten alte Muster, die uns sabotieren, erst einmal deutlicher hervor.

Gewohnheiten sind der stärkste Klebstoff der Welt.

Veränderung ist immer (zunächst) unangenehm und gegen unsere Programmierung. 

Wenn du zehn, zwanzig oder mehr Jahre ein eine bestimmte Richtung gedacht hast, dann wirst du dies nicht in ein oder zwei Wochen ändern können. Als Lebewesen ist Veränderung immer mit Unsicherheit und Gefahr verbunden und sollte daher tunlichst vermieden werden.  Unsere evolutionäre Programmierung steht der Veränderung im Weg. Unser Gehirn ist ein sinnstiftendes Organ. Es versucht permanent Dinge aus der Vergangenheit, alte Gewohnheiten, das eigene Leben zu rechtfertigen und in einen sinnvollen Zusammenhang zu setzen. Neue und andere Denkweisen, die die Vergangenheit in Frage stellen, werden da nicht so einfach akzeptiert. 

Was ist zu tun?

Versuche nicht die "schlechten" Gedanken zu unterdrücken, sondern lass sie zu, sei dir ihrer aber bewusst. Vertraue dem Prozess. Erinnere dich immer wieder an deine Intention und mach dir klar, dass sie ganz allmählich mehr Freude und Wohlbefinden in dein Leben bringen wird. Grundsätzlich können wir keine Gedanken oder Gefühle löschen oder ausradieren. Wie können nur entscheiden, wieviel Aufmerksamkeit und damit Macht wir ihnen geben. Dazu benötigst du Bewusstheit. Je mehr du versuchst bestimmte Gedanken wegzuschieben, desto mehr Kraft bekommen sie. Bewusstheit ist das Gegenmittel bei negativen oder kontraproduktiven Gedanken. Treten sie auf, nimm sie wahr, ohne dich ihn ihnen zu verlieren und versuche dich auf deine Intention zu konzentrieren. Erinnere dich an deine Intention, spüre sie, visualisiere sie.

Deine Erfolgsstrategie

Aus der Neurowissenschaft ist bekannt, dass das Fassen einer Absicht das Nervensystem gewissermaßen stimuliert, nach allem Ausschau zu halten, was das Vorhaben unterstütze könnte. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit immer wieder auf unsere Intention lenken, so entwickeln wir feine Sensoren, die immer besser in der Lage sind Glück und Freude in unserem Alltag zu entdecken. 

Du hast immer die Wahl.

Das Leben konfrontiert uns ständig mit unerwarteten Umständen. Früher oder später werden Dinge passieren, die uns nicht gefallen. Das gehört dazu - zum Leben. 

Entscheidend ist, wie du damit umgehst. 

Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.
Viktor Frankl

Indem du dich immer wieder an deine Absicht erinnerst, lässt du zu, dass sie sich entfalten kann. Sich seiner Absicht bewusst zu sein bedeutet auch in schwierigen Situationen immer die Wahl zu haben. Indem wir erkennen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, können wir die wählen, die unser Ziel fördert.

Entwickle Vertrauen und Geduld

Sich eine Absicht zu fassen, eine Vision zu entwickeln ist nicht gleichbedeutend mit einem Ziel, was man sich setzt. Ziele können uns motivieren und Handlungen in Gang setzten, aber das Erreichen eines Ziels wird dich niemals glücklich machen. Auf dem Weg in diesem Kurs können Ziele sogar kontraproduktiv sein, wenn sie dich eng und fest machen. 

Besser ist es dich für den Prozess zu öffnen und Vertrauen zu entwickeln. 

Als Thomas Edison gefragt wurde, wie es gewesen sei, so oft zu scheitern, bevor er die Glühbirne erfunden hatte, erwiderte er: "Mein Lieber, ich bin nicht gescheitert. Ich habe die Glühbirne erfunden und das war ein Prozess mit zweitausend Schritten."

Die Konditionierungen eines ganzen Lebens verändern sich nicht über Nacht. Es wäre schön, wenn es so wäre, aber das ist nicht die Realität. Große Veränderungen vollziehen sich in der Regel immer in kleinen Schritten. Höre also auf Ausschau nach großen Veränderungen zu suchen und konzentriere dich stattdessen auf kleine die kleinen Dinge, die kleinen Erfolge im Alltag.

Das KAIZEN Prinzip

In den 70er Jahren hat Toyota mit einem neuartigem System die Automobilbranche revolutioniert. Kaizen, zusammengesetzt aus den Silben kai "Veränderung, Wandel" und zen "zum Besseren" bedeutet soviel wie "Veränderung zum Besseren" in kleinen Schritten. Es kennzeichnet eine japanische Lebens- und Arbeitsphilosophie in deren Zentrum das tägliche Streben nach kontinuierlicher Verbesserung steht. Große Ziele werden erreicht, indem man sich auf die kleinen, täglichen Dinge und Verbesserungsmöglichkeiten kümmert. 

Konkret bedeutet das: Baue auf deinen kleinen Erfolgen auf und freue dich darüber. Nebenbei wirst du eine der wichtigsten Wahrheiten des Lebens für dich entdecken. Die wahre Freude und das große Glück findest du immer in den kleinen Dingen. 

Zu oft sind wir auf der Suche nach dem großen Glück so beschäftigt, dass wir die kleinen Freuden nicht entdecken. Die Kunst des Lebens ist es, die alltäglichen Dinge bewusst mit Freude aufzuladen. 

Beispiele aus der Praxis:

  • Starte deine Tag, indem du einer zufällig ausgewählte Person eine nette und liebevolle E-Mail sendest.
  • Tue die Dinge, die zu erledigen sind bewusst mit Freude. Entwickle Freude beim Aufräumen, Wäsche waschen, Geschirr abwaschen, bei der Arbeit oder dem Wocheneinkauf. 

Freude ist ein innerer Prozess und Veränderung beginnt immer in dir. Deine Einstellung zu den Dingen ist entscheidend. 

Das FISH-Prinzip (aus dem Buch: Fish! Ein ungewöhnliches Motivationsbuch):

Mary Jane hat ein Problem: Man hat sie zur Leiterin einer Abteilung gemacht, in der die Angestellten unmotiviert einen öden Job machen. Es ist ausgerechnet ein Besuch auf dem Fischmarkt von Seattle, der ihr die Lösung zeigt: Sie entdeckt Fischhändler die schon morgens um fünf mit Spaß, Freude und Enthusiasmus ihrer Arbeit nachgehen. Einfach, weil sie beschlossen haben, den tollsten Job der Welt zu haben. 

Tu es mit Freude

Überlege einen Augenblick, welche Routineaufgaben oder Tätigkeiten in dir normalerweise den größten Widerstand auslösen. Versuche nun diese Aufgaben bei nächsten Mal bewusst mit Freude auszuführen. Erinnere dich an deine Intention und deine Vision mehr Glück und Freude in dein Leben einzuladen. 

Verbreite den Virus Freude

Lachen ist ansteckend - und gesund. Stimmungen und Gefühle sind ansteckend und verbreiten sich wie ein Virus. Das gilt sowohl für negative als auch für positive Stimmungen. Jeder kennt negative Menschen, die uns herunterziehen. Energieräuber, in deren Gegenwart wir uns schlecht und energielos fühlen. Indem du bewusst in dir Freude kultivierst, sähst du den Samen für eine bessere, friedlichere und freudvollere Welt. 

Weite deine Intention aus

Der ein oder andere mag denken Glück und Freude zu entwickeln mag doch ein sehr egoistisches Vorhaben sein. Aber in Wahrheit ist das eigene Glück und die eigene Freude der Katalysator, der die Welt insgesamt zu einer besseren Welt macht. Ein Mensch der in sich ruht, Freude und Glück in sich gefunden hat, hat nicht mehr das Bedürfnis einem anderen Menschen oder Lebewesen zu schaden. Im Gegenteil: Sein Glück und seine Freude wird sich über die Welt ausbreiten. 

Je inspirierender deine Motivation ist, desto mehr Energie kannst du aufwenden, um deine Intention zu verwirklichen. Indem du dir vornimmst Glück und Freude in deinem Leben zu entwickeln, wirst du Freude und Wohlbefinden in den Menschen wecken, die dich umgeben, den Virus der Freude verbreiten und so zum Frieden auf der Welt beitragen. 

1. Zwischenspiel: Grundlagen des Geistes

Schnelles Denken - langsames Denken

Bewusstsein - Unterbewusstsein

Stufe 2: Achtsamkeit entwickeln

Nur wer da ist, kann gewinnen.

Einst kamen einige Suchende zu einem alten Zenmeister und fragten: „Meister, was machst du, um so glücklich zu sein? Wir möchten auch so zufrieden leben wie du.“

Der Meister lächelte und antwortete: „Wenn ich liege, liege ich. Wenn ich aufstehe, stehe ich auf. Wenn ich gehe, gehe ich. Und wenn ich esse, esse ich.“

Alle sahen sich verwirrt an. Einer fragte: „Aber das tun wir doch auch! Wir schlafen, essen und gehen – und trotzdem sind wir nicht glücklich. Was ist dein Geheimnis?“

Der Meister wiederholte ruhig: „Wenn ich liege, liege ich. Wenn ich aufstehe, stehe ich auf. Wenn ich gehe, gehe ich. Und wenn ich esse, esse ich.“

Die Suchenden wurden ungeduldig, und der Meister fuhr fort: „Ihr liegt zwar, aber denkt ans Aufstehen. Ihr steht auf und denkt ans Gehen. Ihr geht und denkt ans Essen. Euer Gedanken sind ständig irgendwo – aber nicht da, wo ihr gerade seid. Leben passiert aber immer nur im Jetzt, nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft. Wenn ihr lernt im Jetzt zu sein, werdet ihr wahres Glück und Zufriedenheit finden.

Glück und Freude liegen im Jetzt.

Oft sind wir nicht in der Lage eine Erfahrung zu genießen, den aktuellen Augenblick wahrzunehmen, weil wir schon gedanklich woanders sind. 

Der Geheimnis des Glücks besteht darin, den jeweiligen Augenblick bewusst und urteilsfrei wahrzunehmen. Achtsamkeit ist der Schlüssel, der uns die Tür zum Glück öffnet. 

Als Mensch haben wir einige Eigenschaften, die uns von den meisten anderen Lebewesen unterscheiden. Wir können gedanklich in die Zukunft und in die Vergangenheit reisen. Die Fähigkeit aus der Vergangenheit zu lernen und in die Zukunft zu planen haben uns als Spezies so erfolgreich gemacht. Aber leider führen sie auch dazu, dass wir unser Leben verpassen. Die Gewohnheit geistig immer ein Stück in der Zukunft zu sein oder in der Vergangenheit zu leben trennen uns vom wahren Leben.

Jetzt ist der einzige Augenblick, in dem Leben stattfindet. Nur jetzt ist Veränderung möglich. 

In Frankreich gibt es ein Restaurant an dem ein Schild mit der Aufschrift "Morgen kostenloses Essen" an der Tür hängt. Immer wieder passiert es, dass Leute hineinkommen und nach dem kostenlosen Essen fragen. Jedes mal sagt der Wirt: "Gehen Sie noch mal nach draußen und lesen das Schild."

Tomorrow never comes.

Die Vergangenheit ist Geschichte und die Zukunft wird niemals kommen. Jetzt ist der einzige Augenblick der zählt. 

Natürlich ist es sinnvoll etwas bewusst zu planen oder eine Vision für die Zukunft zu entwickeln. Auch ist es sehr nützlich aus der Vergangenheit zu lernen und sich zu erinnern. Aber wenn wir die meiste Zeit unseres Lebens in der Vergangenheit leben oder von der Zukunft träumen, dann verpassen wir eben das wirkliche Leben. 

Nach dem Psychologen und Meditationslehrer Jack Kornfield haben diesem Punkt die Reklametafeln der Spielkasinos in Las Vegas recht. Auf ihnen steht: "Nur wer da ist, kann gewinnen."

"Happiness is an inside job"

Glück und Zufriedenheit finden wir nur in uns selbst. Glück ist ein Muskel, der trainiert werden kann. Die Fähigkeit Freude und Glück zu erleben kann gelernt und trainiert werden. Im Zentrum aller östlichen Weisheitslehren geht es genau darum. Yoga, Meditation und Achtsamkeit sind Trainingsprogramme für den menschlichen Geist. Ein mentales Training, welches jene geistigen Qualitäten in uns fördert, die für Wohlbefinden, Glück und Freude verantwortlich sind. 

Achtsamkeit ist der Schlüssel für Freude und Glück. Wie genau wir Achtsamkeit im Alltag entwickeln können, darum geht es im Folgenden.

Was ist Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet im Hier und Jetzt voll und ganz präsent zu sein. Es ist dir Praxis bewusst allem Aufmerksamkeit zu schenken, was sich gerade im Geist und Körper abspielt, ohne es zu bewerten oder es zu kommentieren. 

Achtsamkeit ist das Gegenteil von Unbewusstheit, es benötigt Bewusstheit. Achtsam zu sein heißt also bewusst zu sein, sich bewusst zu sein, was gerade in uns oder um uns herum passiert oder ist. 

Wenn wir Achtsamkeit üben, lernen wir unsere Aufmerksamkeit bewusst zu lenken. Wir werden wieder Herr unserer Sinne. 

Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie. Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit ist das Gold der Gegenwart.

Der Bestsellerautor, Business-Experte und Berater Herrman Scherer schreibt in seinem Buch "Sichtbar": "Wenn Du nicht sichtbar bist, dann existiert Du nicht - zumindest nicht im Kopf Deines Gegenübers, Deines potenziellen Partners oder Deines potenziellen Kunden."

Dem liegt die goldene AIDA-Regel des Verkaufens zu Grunde. Attention, Interest, Desire und Action. Ohne Aufmerksamkeit zu haben, wirst du nichts verkaufen. Jeder buhlt um unsere Aufmerksamkeit. Unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt seit Jahren und die sozialen Medien verschärfen das Problem.

Kirmes im Kopf. 

Wir sind mit unseren Gedanken überall, nur nicht im Hier und Jetzt, da wo wir gerade sind. 

Kurze Anleitung um in den gegenwärtigen Moment zu kommen.

Schließe mal für einen kurzen Moment deine Augen. Atme ein paar Mal durch die Nase tief ein und aus. Beim Einatmen wölbt sich der Bauch nach Außen und beim Ausatmen sinkt er wieder zurück. Entspanne dich - von innen heraus. Sage dir beim Einatmen "Ich bin mir bewusst, dass ich einatme." und beim Ausatmen "Ich bin mir bewusst, dass ich ausatmen." Atme noch einige Augenblicke in der Art und dann lasse deine Atmung in den Hintergrund treten. Konzentriere dich nun darauf, was du hören kannst. Manche Geräusche werden näher, andere weiter entfernt sein. Vielleicht kannst du sogar das Geräusch der Stille wahrnehmen. Versuche alle Geräusche nur wahrzunehmen und sie nicht zu bewerten. 

Bitte nur die Fakten.

Achtsamkeit bedeutet auch den eigenen Geist beobachten zu können. Der Fachbegriff lautet: Metakognition. Wahrzunehmen, was gerade in meinem Kopf vorgeht. Gedanken, Gefühle und mentale Zustände wahrzunehmen. 

Je mehr Achtsamkeit wir entwickelt haben, desto mehr Freiheit haben wir. Wenn wir in der Lage sind unsere Gedanken und Gefühle zu erkennen und wahrzunehmen, können wir uns nicht in ihnen verlieren. Sie verlieren ihre Macht über uns. 

Der untrainierte Geist macht (mit uns) was er will. 

Der Mensch ist nicht Herr im eigenen Haus.
Sigmund Freud

Wer kennt sie nicht diese innere Stimme, die pausenlos plappert, kommentiert und bewertet - und sich nicht abstellen lässt. Dinge passieren und wir bewerten sie automatisch. Dabei unterscheiden wir in gut oder schlecht. 

Das automatische, unbewusste Bewerten ist an sich nichts Schlechtes. Im Gegenteil, es ist ein evolutionärer Grundbaustein unseres Lebens. Das Problem ist nur, dass wir unsere Bewertungen aufgrund unserer vergangenen Erfahrungen treffen und so unbewusst unsere Vergangenheit in die Zukunft fortschreiben. 

Wir sind gefangen im eigenen Denken. Veränderung ist so nicht möglich. 

In Wahrheit sind die Dinge so wie sie sind. Im Buddhismus spricht man von der Leere der Dinge. Sie besitzen keine ihnen, eigenständig innewohnende Eigenschaft. Erst unsere Bewertung gibt ihnen ihre Eigenschaft. So lieben einige Menschen Hunde und würden ihr eigene Leben für sie opfern, während andere einfach nur Angst vor ihnen haben. 

Achtsamkeit zu entwickeln bedeutet sich aus dem Gewirr unseres Geistes und unsere Denkgewohnheiten zu befreien und die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Damit gewinnen wir Offenheit und Freiheit. 

Unser Gehirn liebt Geschichten. Wir leben und denken in Geschichten. Wir erzählen uns von morgen bis abends eine Geschichte, die Geschichte unseres Lebens. Darin sind wir der Held oder das Opfer. Das Leben ist dynamisch und unbewusst passen wir die Dinge die passieren so an, dass sie für uns Sinn ergeben, in die Geschichte unseres Lebens passen. 

Achtsamkeit bedeutet zu erkennen, das wir uns gerade einfach nur eine Geschichte erzählen. Das Leben ist, wie es ist - und was wir daraus machen. 

Wenn du das nächste mal Achtsamkeit im Alltag üben möchtest, dann kannst du dich an den Spruch eines berühmten Polizisten aus einer Krimiserie erinnern: "Die Fakten, Ma´am. Einfach nur die Fakten."

Die Welt bunt und lebendig erleben

Du weisst nicht mehr, wie Blumen duften,
kennst nur die Arbeit und das Schuften.
So geh’n sie hin die schönsten Jahre, am Ende liegst Du auf der Bahre.
Und hinter Dir, da grinst der Tod:
„Kaputtgeschuftet – Vollidiot!“
Joachim Ringelnatz

Für viele Menschen ist die Welt grau geworden. Ein Tag ist wie der andere. Wo ist die Frische, das Abenteuer des Lebens hingegangen? War es das jetzt schon, was wir "Leben" nennen?

Die Wahrheit ist, wir sind von morgens bis Abends mit wichtigen Dingen beschäftigt und verpassen dabei das eigentliche Leben. Unsere Beschäftigkeit hält uns davon ab, die schönen Dinge zu erkennen, die das Leben jeden Tag von Neuem für uns bereithält. Nehmen wir uns Zeit und werden achtsam, dann entdecken wir wieder den Zauber der Welt, die uns umgibt. 

Auf der Suche nach dem nächsten Dopamin-Kick, dem nächsten großen Abenteuer, verpassen wir die vielen kleinen Wunder des Lebens. Wenn wir achtsam sind, werden selbst die gewöhnlichsten Dinge wie Einkaufen, Putzen und Aufräumen zu etwas Besonderem. 

Die Magie der Achtsamkeit entfaltet sich, wenn wir bewusst die Dinge tun, die wir tun. Wenn du das nächste mal Geschirr abwäschst, dann versuche es einmal ganz bewusst zu tun. Spüre das Wasser an deinen Händen, das unterschiedliche Gewicht der Tassen und Teller, die Bewegungen deiner Hände. 

Wer kennt das nicht, je älter wir werden, desto schneller scheint die Zeit zu vergehen. Das Leben wird immer schneller und die Zeit verfliegt. Wo ist sie nur hin? Dabei ist Zeit das kostbarste was du hast, weil sie begrenzt ist und du nicht weist, wieviel du hoch hast. 

Im Buddhismus gibt es einen schönen Spruch, der lautet: 

"Das Problem ist, du denkst du hättest noch Zeit."

So verschieben wir häufig wichtige Dinge auf später, während wir uns mit unwichtigen Dingen herumschlagen. Achtsamkeit verlangsamt das Leben und macht es bunter und erfüllender. War das Leben früher eher langweilig und immer gleich, so gleicht es jetzt einem großen Abenteuer. Es ist nur eine Frage der Wahrnehmung, eine Fähigkeit, die wir trainieren können. Anstatt ständig nach etwas Wunderbaren Ausschau zu halten, können wir lernen die kleinen Wunder zu entdecken, die schon da sind. 

Mit Achtsamkeit erkennen wir, das jeder Augenblick des Lebens einzigartig und wertvoll ist, egal, welche Erfahrung wir gerade machen. 

Die Natur der Dinge erkennen

Wenn wir achtsamer werden, erkennen wir das Grundprinzip des Lebens. 

Alles verändert sich ständig.

Gedanken und Gefühle kommen und gehen. Oft ohne scheinbaren Grund. Ein Gedanke kommt, bleibt eine Zeit und vergeht wieder. Ein Gefühl, Angst zum Beispiel, kommt wie aus dem Nichts, bleibt eine Zeit und vergeht dann wieder. Dinge entstehen, bleiben eine Zeit und zerfallen dann wieder. Das Geheimnis ist, je mehr wir uns gegen ein Gefühl oder einen Gedanken wehren, je mehr Energie wir ihm geben, desto länger wird er oder es bleiben. Wenn wir lernen unsere Gedanken und Gefühle zu beobachten, werden wir ihre Unbeständigkeit erkennen. Damit verlieren sie ihre Macht über uns. 

Was sich nicht verändert, lebt nicht. Die Schönheit einer Rose, liegt in ihrer Vergänglichkeit. Das Problem ist, dass wir als Mensch und Lebewesen Veränderung nicht mögen, uns bewusst dagegen stellen. Veränderung bedeutet Unsicherheit und mögliche Gefahr. Darum unternehme wir alles um den unsere Leben zu konservieren und merken nicht, wie wir uns vom Leben entfernen. 

Für viele Menschen gilt der böse Spruch: 

"Mit 40 gestorben und mit 80 begraben."

Achtsamkeit bedeutet die Unbeständigkeit des Daseins zu erkennen und mit offenen Armen zu empfangen. 

Kleine Weisheitsgeschichte zum Thema Veränderung:

Einst wollte sich ein mächtiger König einen besonderen Ring mit einer geheimen Botschaft anfertigen lassen, die ihm in Momenten größter Verzweiflung helfen sollte. Er bat seine Weisen um Rat, doch keiner konnte ihm helfen. Niemand konnte eine Botschaft finden, die so kurz und treffend war. Da erinnerte sich der König an einen Diener, einen alten weisen Mann, der ihn schon von Kindesbeinen an begleitete. Der alte Mann sagte: "Ich weiß einen Satz, der auf einen kleinen Zettel unter deinen Ring passt und der dir helfen wird, wenn du vollkommen verzweifelt bist."

Die Zeit verging und ehe sich der König versah, geriet er in eine ausweglose Situation. Sein Land wurde überfallen, und er floh mit seinen Verfolgern dicht auf den Fersen. An einer steilen Klippe angekommen, schien der Weg zu Ende zu sein. In diesem Moment erinnerte sich der König an den Ring und öffnete ihn. Auf dem Zettel stand die einfache, aber mächtige Botschaft: „Auch dies geht vorüber.“ Als er dies lies, überkam ihm eine große Ruhe, die ihm half die Situation zu überstehen. 

Es kam wie es kommen musste, er sammelte seine Truppen und eroberte sein Reich zurück. Als er triumphierend in seine Hauptstadt zurückkehrte, feierte das Volk ihn. Doch der alte Diener erinnerte ihn daran, die Botschaft erneut zu lesen. Der König verstand, dass die Botschaft nicht nur in Zeiten der Not, sondern auch in Momenten des Erfolgs wichtig war. „Auch dies geht vorüber“, sagte er sich – und spürte, wie sein Stolz und seine Freude verflogen.

Schließlich sagte der alte Mann noch etwas sehr wichtiges: „Vergiss nicht, dass alles vorübergeht. Nur du bleibst. Du bist der Zeuge des Lebens, alles andere ist nur ein Traum.“ In diesem Moment erkannte der König, dass der wahre Wert nicht in den Höhen oder Tiefen des Lebens liegt, sondern im Bewusstsein des eigenen Seins.

Möglichkeiten erkennen, das Leben gestalten

Wie wir im Kapitel "Grundlage des Geistes" gesehen haben, schaltet unsere Geist - aus gutem Grund - häufig in den Autopiloten Modus. Ein bestimmter Reiz löst eine Reaktion in uns aus. Gedanken und Gefühle entstehen. Wie Ratten in einem Labor reagieren wir auf einen bestimmten Reiz mit einer gewohnten Reaktion. Der Mensch als Gewohnheitstier. Wir reagieren so, wie wir es aufgrund unserer Erfahrungen in der Vergangenheit gelernt haben - immer gleich. So geraten wir in eine emotionelle Falle und sind Gefangener unseres eigenen Denkens. 

Die Praxis der Achtsamkeit unterbricht die Gewohnheiten, die den Geist auf Autopilot schalten. Wer erkennen, das wir nicht immer gleich reagieren müssen, sondern eine Wahl haben. Wir können so reagieren wie immer oder auch eine klügere Wahl treffen. 

Achtsamkeit eröffnet uns neue Möglichkeiten im Leben. Wir lernen bewusst neue Entscheidungen zu treffen, die zu mehr Glück und Wohlbefinden und  zu weniger Leiden führen. Achtsamkeit schafft einen Raum, mit dem unser Geist sich befreien kann. Statt den zufälligen Launen unseres Geistes und den Umständen des Lebens ausgeliefert zu sein, können wir unser Leben wieder selbst in die Hand nehmen. 

Mit Hilfe der Achtsamkeit kommen wir vom Beifahrersitzt zurück auf den Fahrersitz des Lebens. 

Die beste Investition deines Lebens

Schule, Studium und Erziehung haben dazu geführt, dass wir nicht daran gewöhnt sind, im Augenblick zu leben. Wir lernen erfolgreich zu werden, aber vergessen dabei die Grundlagen des glücklich seins. 

Achtsamkeit führt uns wieder zurück.

Tipp:

Du möchtest eine Konzentrationsübung mit Zusatznutzen?

Dann nimm dir jeden Tag nur fünf Minuten Zeit, um nichts zu tun als stillzusitzen und wahrzunehmen, was in deinem Inneren vorgeht. Nimm alle Gedanken und Gefühle wahr, die gerade da sind. Nimm wahr, wie es dir gerade geht, wie sich dein Körper anfühlt. 

Alternativ kannst du bestimmte alltägliche Tätigkeiten, die du ohnehin ausführst, mit der Übung verbinden. 

Vom Multitasking zum Monotasking

Genieße bewusst und entspannt eine Tasse Kaffee oder Tee. Spüre dabei die Wärme der Tasse in deinen Händen, an den Lippen, den Geruch und den Geschmack. Bleibe ganz bei der Sache und der aktuellen Erfahrung ohne mit den Gedanken schon wieder woanders zu sein. 

Achtsamkeitsübungen für den Alltag

Achtsamkeit im Alltag zu üben ist nicht schwer und kann Spaß machen. Es ist wichtig Spaß dabei zu haben, denn dann wollen wir mehr davon. Hier zwei Beispiele wie du Achtsamkeit in deinen Alltag einbauen kannst. 

Achtsames Gehen

Normalerweise gehen wir automatisch und darum eignet es sich hervorragend, um Achtsamkeit zu entwickeln. Achtsamkeit bedeutet immer auch ent-automatisieren. Egal ob du dich für einen kleinen Spaziergang vor der Arbeit, in der Mittagspause oder nach Feierabend entscheidest oder aber den wiederkehrenden Gang zum Kopierer oder zur Toilette während der Arbeit, beim achtsamen gehen gehest du so bewusst, dass du versuchst jeden einzelnen Schritt wahrzunehmen. Dabei kannst du dich auf das Heben und Senken der Füße, die Empfindungen in den Fußsohlen oder die Verlagerung des Gleichgewichtes konzentrieren. Wichtig ist, dass nur nur gehst und nicht gleichzeitig über andere Sachen nachdenkst. Das Gehen ist dein Meditationsobjekt. Probiere mal aus wie es ist, wenn du in bestimmten Situationen mal bewusst langsamer als gewöhnlich gehst.

Bewusstes Atmen

Das Wunder des Atems. Der Atem ist die Kraftquelle unseres Körpers und gleichzeitig das wichtigste Hilfsmittel in der Meditation und im Achtsamkeitstraining. 

Normalerweise atmen wir, ohne sichtbare Anstrengung, ungefähr 18 Mal in der Minute, 1080 Mal pro Stunde, 25920 Mal pro Tag. Fast immer unbewusst. Er ist das einzige System in unserem Körper welches sowohl vollkommen autonom ablaufen, als auch bewusst gesteuert werden kann. 

Die Atmung symbolisiert das Grundprinzip des Lebens, den ständigen Wechsel, das Kommen und Gehen des Ein- und Ausatmens. Etwas kommt, bleibt und geht wieder. Über die Atmung sind Körper und Geist, die ja grundsätzlich eins sind, miteinander verbunden. Wenn wir gestresst sind, atmen wir flach und schnell, sind wir entspannt, fließt der Atem ruhig und tief. Indem wir bewusst einige Male tief in den Bauch ein- und möglichst doppelt so lange ausatmen (4:2 Atmung; vier Sekunden einatmen und acht Sekunden ausatmen) aktivieren wir das parasympathische Nervensystem und setzen einen Entspannungsimpuls. 

Übrigens können wir alle unsere Sinne bis hin zu einer höchster Perfektion trainieren. Gleich einem Sommelier, können wir die Atemempfindungen beim Ein- und Ausatmen so verfeinern, dass wir bis zu zwanzig verschiedene Empfindungen wahrnehmen können. 

Das Gute bei der Atmung ist, sie ist jederzeit und egal wo sie sind verfügbar. Deswegen ist sie so ein gutes Instrument beim Achtsamkeitstraining. 

Einatmen, ausatmen. 

Indem du möglichst oft bewusst im Alltag atmest, holst du Achtsamkeit in dein Leben. Nachfolgend einige Beispiele wie du ohne großen Aufwand Achtsamkeit im Alltag trainieren kannst:

Was machst du wenn das Telefon klingelt, bevor du drangehst? Ein oder zweimal bewusst Ein- und Ausatmen. Was machst du, wenn du beim nächsten mal irgendwo warten musst oder im Stau stehst? Die Zeit nutzen, um bewusst tief ein- und auszuatmen. Wie reagierst du, wenn du spürst, dass du wütend, ängstlich oder ärgerlich wirst? Du atmest einige Male bewusst ein und aus. 

Genusstraining. Achtsames Essen

Wie oft bist du am Essen und dir dessen gar nicht bewusst, weil du gleichzeitig am Lesen bist oder andere Dinge tust? Nicht falsch verstehen, es gibt gute Gründe, warum man sich in der Familie oder in der Mittagspause beim Essen unterhalten sollte. Aber es gibt mindestens so viele gute Gründe, warum man ab und zu einmal ganz bewusst und damit achtsam essen sollte. 

Probiere es einmal aus wie es ist, wenn du einen Apfel, ein Stück Schokolade oder ein Glas Wein ganz bewusst genießt, indem du dir Zeit nimmst, deine ganze Aufmerksamkeit nur auf das Objekt und die damit verbundenen Sinneseindrücke richtest. So macht Achtsamkeit Spaß und bereichert dein Leben. 

Wie Achtsamkeit wirkt

Lebensqualität verbessern

Achtsamkeit macht das Leben wieder reichhaltiger, bunter und frischer. Unabhängig von dem was passiert, lernen wir in jedem Augenblick das Wunder des Lebens neu zu entdecken. 

Achtsamkeit hilft uns, uns von negativen Gewohnheiten zu befreien. Der Mensch, der wir heute sind ist im Wesentlichen das Produkt unserer Gene und unserer Vergangenheit. Im Laufe unseres Lebens bilden sich in unserem Unterbewusstsein eine Vielzahl von Denk- und Verhaltensgewohnheiten. Je öfters wir bestimmte Dinge erleben, bzw. je häufiger wir in einer bestimmen Art und Weise Denken und uns verhalten, desto stärker werden die Verbindungen. 

Damit beeinflusst unsere Vergangenheit unsere Zukunft. Unsere Vorstellung von der Zukunft basiert auf unseren Erfahrungen in der Vergangenheit. Wir sind gefangen in unserem eigenen Denken. 

Der Körper wird zum Geist.

Im Grunde sind wir eine riesige Chemiefabrik, die in jeder Sekunde eine Vielzahl von chemischen Verbindungen und Botenstoffen produziert. Hormone steuern unsern Körper und beeinflussen den Geist. Während Glückshormone wie Dopamin und Serotonin dich auf Wolke 7 schweben lassen, versetzten Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol dich in Alarmzustand und bereiten dich auf das Äußerste vor. 

Körper und Geist bilden eine Einheit. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Stichwort Embodiment und Psychosomatik.

Wir nehmen die Welt außerhalb über unsere fünf Sinne (sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken) wahr. Für unsere innere Welt haben wir eine weiteren Sinn, den Geistsinn. Alle Reize die wir empfangen führen zu einer Reaktion. Wir können weder unsere Ohren verschließen, noch unsere Gedanken anhalten, aber wir können an der Reaktion ansetzen. 

Achtsamkeit und Bewusstheit versetzen uns in der Lage nicht nicht automatisch, die uns gewohnte Reaktion auszuführen. Wir können uns bewusst neu - und sinnvoller entscheiden. 

Einmal entstandene Programme laufen wenn sie ausgelöst werden immer wieder nach dem gleichen Schema ab. Mit jedem Durchlauf verstärkt sich die neuronale Verbindung, das Programm wird immer stärker. Erst nachdem das Programm abgelaufen ist, kommen wir wieder zu Bewusstsein. 

Das Problem ist, dass die Programme als sie entstanden sind eventuell sinnvoll waren, aber jetzt schaden sie uns mehr, als dass sie uns nutzen. Wie du mit 12 Jahren auf eine bestimmte Situation reagiert hast, war vollkommen normal, so hätte jedes Kind reagiert. Aber wenn du jetzt, wo du vierzig bist immer noch so reagierst, dann ist es nicht mehr angemessen. 

Die Magie der Achtsamkeit entsteht, wenn wir es schaffen im Alltag ausreichend Bewusstsein aufrechtzuerhalten, damit wir in bestimmten Situationen nicht mehr automatisch, sondern bewusst und gegebenenfalls anders reagieren können. 

Dir Reiz-Reaktions-Kette wird durchbrochen. Programme, die über viele Jahre immer wieder automatisch und unverändert abgelaufen sind, erhalten nun neue Informationen und können umgeschrieben werden. 

Bewusste Gedanken tanken.

Der schwarze und der weiße Wolf

Stell dir vor, in dir leben zwei Wölfe, die ständig miteinander kämpfen - ein schwarzer und ein weißer. 

Der schwarze Wolf steht für alles Dunkle: Angst, Wut, Zorn, Gier, Neid und Selbstmitleid. Der weiße Wolf repräsentiert das Helle: Liebe, Vertrauen, Mitgefühl, Hoffnung und Großzügigkeit. Welcher wird wohl gewinnen? Natürlich der, der größer und stärker ist. Und das ist der, den du regelmäßig fütterst. 

Welche Gedanken und Gefühle sind dir vertraut?

Beide Wölfe sind Teil des Lebens. Auch Wut und Angst haben ihre Berechtigung. Schau dir den schwarzen Wolf ruhig an, aber gib ihm nicht immer wieder Nahrung. 

Mit Achtsamkeit lernst du bewusst die Gedanken zu stärken, die dir gut tun und dich glücklich machen. 

Jedes Mal, wenn du bestimmte Gedanken oder Handlungen wiederholst, kräftigst du die neuronale Verbindung. Das woran du regelmäßig denkst, bestimmt dein Leben. 

Achtsamkeit bedeutet ich bin mir bewusst, wo ich mit meiner Aufmerksamkeit bin. 

Ein achtsamer Augenblick bedeutet immer Freiheit. 

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Achtsamkeit hat eine unglaubliche Kraft und Magie. Sie schwächt alle Geisteszustände, die zu Leiden führen (wie Ärger, Angst, Wut und Gier) und stärkt alle Zustände, die zu Glück führen (wie Freundlichkeit, Güte, Liebe und Klarheit).

Achtsamkeit ist die Straße zum Glück. 

Zuflucht im Jetzt finden.

Versuche mal dich unglücklich zu fühlen, während du deine Atmung wahrnimmt. Es ist nicht möglich. Nicht gleichzeitig. 

Der Atem ist der Anker im Jetzt. Du kannst deine Atmung nur jetzt im gegenwärtigem Augenblick wahrnehmen. Gefühle wie Wut, Angst oder Neid können nur entstehen, wenn du mit deinen Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft bist. Im Hier und Jetzt gibt es keinen Platz für sie. 

Indem du bewusst im Hier und Jetzt bist, schaffst du dir immer einen sicheren Zufluchtsort der Stille und des Friedens. 

Die Praxis der Achtsamkeitsmeditation

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2. Zwischenspiel: Meditation, meditieren lernen

Die Tür zum Glück geht nur nach innen auf. 

In der Meditation richten wir den Blick nach innen. Im Mittelpunkt steht unser Geist. 

Meditation soll mit Hilfe geistiger Übungen einen inneren Wandlungsprozess in Gang setzen. Transformation ist das Ziel der Meditation. 

Der sich selbst überlassene Geist ist für gewöhnlich aufgewühlt, verwirrt, widerspenstig und zahllosen Prägungen und Mustern unterworfen. Das führt früher oder später zum Leiden. 

Meditation befreit uns aus der Umklammerung unseres Geistes. Dabei geht es nicht darum den Geist zu brechen oder zu betäuben, sondern dafür zu sorgen, dass er frei, klar und ausgeglichen wird. 

In vielen Studien ist gezeigt worden, dass wir Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, emotionales Gleichgewicht, Altruismus und inneren Frieden in beträchtlichem Umfang entwickeln können. 

Bereits Teilnehmer, die über einen Zeitraum von acht Wochen täglich 20 Minuten meditiert haben, zeigten ein deutlich verbessertes Wohlbefinden auf der körperlichen und mentalen Ebene.

Auch, wenn wir manchmal das Gefühl haben, wir sind festgefahren und nicht mehr fähig ein anderes Leben zu führen, dürfen wir die Wandlungsfähigkeit unseres Geistes nicht unterschätzen. Unser Gehirn ist bis ins hohe Alter form- und trainierbar. 

Leben ist leiden und der sich selbst überlassene menschliche Geist düngt permanent den Boden, auf denen Schmerz und Leiden gedeihen können. Als Lebewesen sind wir den Regeln der Evolution unterworfen. Es geht um das Überleben. Glück und Zufriedenheit kommen im Vokabular der Evolution nicht vor. 

Warum meditieren?

Bevor du dir überlegst zu meditieren, solltest du dir die Frage stellen, was du im Leben wirklich möchtest. Was erwartest du vom Leben? Was ist der Sinn deines Lebens?

Haben wir nicht schon früh im Leben gelernt, worum es im Leben geht? Wozu also dieses komische Meditieren?

  • Wir müssen uns anstrengen, denn ohne Fleiß kein Preis. 
  • Mehr ist besser. Mit mehr Macht, Geld und Einfluss kann ich irgendwann tun und lassen was ich will. 
  • Wir müssen gewinnen. Nur der Erste zählt. The Winner takes it all.

Das Problem ist, das diese Rezepte für ein erfolgreiches Leben nicht funktionieren. Wir wurden belogen. Nicht absichtlich, denn unsere Lehrer wussten es ja selbst nicht besser. 

Würde es funktionieren, dann müssten alle Menschen, die erfolgreich, berühmt und wohlhabend sind glücklich und zufrieden sein. Wenn du die Zeitungen ließt und die Nachrichten hörst, siehst du die Wahrheit. Alkohol und Drogen, zerrüttete Ehen und gescheiterte Existenzen wohin man sieht. 

An Ende werden wir müde, lebensmüde vom permanenten Kämpfen, laufen sich anstrengen, ohne doch wirklich voran zukommen. Nicht mehr ist besser, sondern weniger ist mehr, wenn es um inneren Reichtum geht. Und das Spiel des Lebens kann man nicht gewinnen, sondern nur spielen. 

Vor lauter Beschäftigkeit nehmen wir irgendwann das Leben und die Art und Weise wie wir gewohnheitsmäßig Denken und Handeln als gegeben hin. Wir vergessen, dass es sehr wohl noch einen anderen Weg durchs Leben gibt. Einen Weg, den uns bislang nur keiner gezeigt hat. 

Warum solltest du meditieren, wenn alles gut läuft und es dir gut geht?

Keinen, außer das sich der aktuelle Zustand jederzeit ändern kann. Leben bedeutet immer Veränderung und manchmal verändern sich die Dinge in eine Richtung, die uns nicht gefällt. Spätestens mit dem Auftreten der "glorreichen Drei" - Alter, Krankheit und Tod, wird uns das bewusst. Aber auch viele andere Dinge laufen im Leben nicht so, wie wir es gerne hätten. Meditieren bereitet uns auf die Unbeständigkeit des Lebens vor und hilft uns Glück und Zufriedenheit in uns selbst zu finden. 

Die meisten Menschen sind so beschäftigt mit ihren Leben, dass sie nicht bemerken, wie sie sich immer weiter vom Leben und von dem was sie eigentlich suchen entfernen. Glück und Wohlbefinden

Am Ende sind viele Menschen vom Leben enttäuscht und fühlen sich gefangen in einer Art von Hamsterrad, aus dem sie aus eigener Kraft nicht wieder herauskommen. Im Gegenteil es ist wie im Treibsand, je mehr sie strampeln und sich anstrengen, desto tiefer geraten sie hinein. 

Was sie nicht wissen?

Mit ein wenig Anstrengung und Training ist es für jeden möglich sich zum Positiven zu verändern. 

Unser Geist ist nahezu ständig aufgewühlt und unruhig. Schmerzliche Gedanken und unangenehme Gefühle machen uns zu schaffen. Dabei wünscht sich niemand unnötig zu leiden. Aber warum verhalten wir uns dann unbewusst so, dass wir leiden, oder anders gefragt, warum verhalten wir uns nicht so, dass wir möglichst wenig im Leben leiden?

Die Antwort lautet: Weil wir es nicht wissen? 

Wir sind uns nicht bewusst, dass unser natürliches Verhalten uns tendenziell leiden lässt und wir sind uns nicht über die Möglichkeiten im Klaren, mit denen wir das Leiden beenden können.

Letztlich dient Meditation dazu eine innere Wandlung in Gang zu setzen und so unsere innere und die äußere Welt im positiven Sinn zu verändern. 

Wenn wir unseren Geist einer gründlichen Schulung unterziehen, dann wirkt diese nicht nur als Gegenmittel zu den Kräften wie Neid, Gier, Angst und Zorn, die unseren Geist vergiften. Wir erlangen auch eine tiefe Erkenntnis darüber wie unser Geist funktioniert und lernen das, was uns im Leben passiert mit anderen Augen zu sehen. Indem wir lernen die Wirklichkeit anders, im Sinne von angemessener wahrzunehmen, können wir mit den Höhen und Tiefen des Lebens besser umgehen und lassen uns nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen. 

Ist Veränderung möglich?

Wir alle sind mit einer genetischen Grundausstattung auf die Welt gekommen. Viele unseren Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen sind genetisch geprägt, jedoch, wir sind unseren Genen nicht ausgeliefert. 

Aus einem introvertierten wird selten ein extrovertierter Mensch. Doch darum geht es in der Meditation auch gar nicht. Es geht darum mit seinen natürlichen Anlagen einen Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit im Leben zu finden. 

Die meisten Menschen kommen nicht aus ihrer Haut, können nicht über ihren eigenen Schatten springen. Sie wissen, was zu tun wäre, schaffen es aber nicht. Wie kann das sein? 

Ist der Mensch also doch wie es Sigmund Freud sagte, nicht Herr im eigenen Haus?

Ja, in gewisser Weise schon. Wir sind in der Regel unseren Gedanken und den damit zusammenhängenden Gefühlen ausgeliefert. Es gilt: Wenn wir unter unseren Gedanken leiden, dann hilft es uns nicht, wenn wir noch mehr denken. 

Es gibt Situationen im Leben in denen Menschen in relativ kurzer Zeit ihr Leben komplett umkrempeln können. Die beiden häufigsten sind Liebe und Schicksalsschläge. Aber wenn du nicht ewig auf die große Liebe warten willst und auch nicht unbedingt scharf auf Schicksalsschläge bist, dann gibt es noch einen anderen Weg. 

Meditation

Meditation verändert dein Denken. Du lernst dich und die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. 

Veränderung ist möglich, aber nicht leicht.

Wir finden es normal über viele Jahre laufen, lesen und schreiben zu lernen. Wir finden es normal zwei oder drei Jahre für einen Beruf zu lernen und mehrere Jahre an einer Universität zu verbringen. Wir verbringen Stunden damit uns körperlich in Form zu bringen. Wir laufen mit Ausdauer auf Laufbänder, die uns mit Sicherheit nirgendswo hin bringen. Wenn wir uns etwas vornehmen, zum Beispiel einen Marathon zu laufen, dann ist uns bewusst, dass wir über einen längeren Zeitraum regelmäßig trainieren müssen. Der bloße Wunsch wird uns dem Ziel keinen Schritt näher bringen. 

Was uns in vielen Bereichen bewusst ist, wollen wir auf der mentalen Ebene nicht wahr haben. Wir denken allen Ernstes wir könnten mal so eben, nur weil wir es unbedingt wollen, unserer Gedanken, die Grundlage unseres Lebens, verändern. 

Um es ganz deutlich zu sagen: Veränderungen auf der mentalen Ebene erfordert Disziplin und Durchhaltevermögen. 

Meditation is simple, but not easy.

Was ist mit "Meditation" gemeint?

Meditation ist ein Übungssystem, welches uns ermöglicht bestimmte grundlegende menschliche Qualitäten, nützliche geistige Gewohnheiten zu schulen und zu entwickeln. Genauso, wie wir durch andere Ausbildungen oder Schulungen eine Sprache lernen oder ein Musikinstrument spielen lernen können. 

Um welche Eigenschaften geht es? Gelassenheit, Klarheit, Bewusstheit, Dankbarkeit, Liebe und Mitgefühl.

Im Wort "Meditation" befindest sich die Silbe "Medi", welche aus dem lateinischen Stammt und mit Mitte übersetzt werden kann. Meditation bedeutet also seine Mitte zu finden, im Gleichgewicht zu sein. 

Das ist wichtig, solange wir auf der Wippe des Lebens, mit seinem ständigem Auf und Ab stehen. Sind wir unten wollen wir nach oben und einmal oben, wollen wir am liebsten dort verweilen. In der Mitte der Wippe sind wir im Gleichgewicht - ausgeglichen. 

Warum ist es gut seine Mitte zu finden oder zumindest zu wissen, wie man dort hin kommt?

In der Mitte ist Stille.

Stille in der wir uns in einer immer lauteren und sich schneller drehenden Welt sehnen. Endlich das permanente Geplappere in meinem Kopf ausschalten. Ruhe, Frieden, Stille. 

Draußen tobt ein fürchterlicher Hurrikan, der alles mit sich reißt und durcheinander wirbelt, aber was ist genau in der Mitte, im Auge des Hurrikans? Stille

Das Rad des Lebens dreht sich immer schneller uns wir verlieren die Orientierung, aber was herrscht in der Mitte, in der Narbe des Rades? Bewegungslosigkeit, Stille. 

Und warum ist Stille so wichtig?

Weil wir in der Stille tiefe Erkenntnis erlangen. 

Wenn du dich unter Wasser in einem aufgewühlten See befindest, wie fühlst du dich dann?

Unsicher, ängstlich, orientierungslos. 

Die Analogie des Sees repräsentiert unser Leben. Das Wasser ist unruhig, weil der Wind des Lebens Wellen entstehen lässt. Dann sind da noch Boote, andere Menschen, die über das Wasser deines Lebens fahren und es durcheinanderwirbeln.  Manchmal gerätst du in den Sog eines dieser Boote oder sie bringen dich vom Kurs ab. Und zuletzt steigen auf dem Grund des Sees permanent tief aus deinem Unterbewusstsein Gedanken und Gefühle an die Oberfläche nach oben. 

Meditieren lernen bedeutet zu lernen, wie man das Wasser des Lebens wieder ganz ruhig und klar bekommt. 

Um was geht es in der Meditation und um was nicht

Wir brauchen unseren Geist nicht darin zu üben, leichter gereizt oder eifersüchtig zu sein. Niemand muss uns helfen schneller wütend zu werden. Aber wenn es um mehr Gelassenheit und inneren Frieden geht, dann ist eine Schulung des Geistes unerlässlich. 

Achtsamkeit entwickeln

Haben wir genügend Bewusstsein entwickelt und sind in der Lage sie auch im Alltag über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten, dann sind wir auch in der Lage zu beobachten, wie unser Geist funktioniert und die Welt wahrnimmt. 

Meditieren bedeutet nicht, dass wir uns nur um uns selbst kümmern. Wir würden ja auch keinem angehenden Arzt vorwerfen, dass er Jahre damit verbringt, Medizin zu studieren. 

Beim meditieren geht es nicht darum keine Gedanken mehr zu haben, was auch unmöglich ist. Es geht darum, sich von seinen Gedanken zu lösen und sich nicht in ihnen zu verlieren. 

Meditieren bedeute auch nicht sich zu betäuben und von der realen Welt zurückzuziehen. Ganz im Gegenteil: Meditation hilft uns klar zu sehen, was wirklich ist. Die Welt wahrzunehmen wie sie wirklich ist. 

Meditation ist keine Entspannungstechnik, auch wenn sich Entspannung einstellen kann. Es ist ein Element der Meditation im Sinne von einer gewissen Erleichterung, die sich einstellt, sobald wir lernen uns von unseren Gedanken und Gefühlen zu lösen. 

Freiheit

Ein Ziel der Meditation ist Freiheit. Nicht im Sinne von Tun uns Lassen zu können, was man will. Das ist die Freiheit, nach der die meisten streben, die Hoffnung auf den großen Lottogewinn.

Hier geht es um innere Freiheit, etwas, was ungleich wertvoller ist. 

Damit ist die Freiheit von unseren Emotionen gemeint, die ansonsten schnell die Oberhand gewinnen.

Wenn wir unserm Geist, unseren Emotionen und geistigen Gewohnheiten ausgeliefert sind, dann ist das wie ein Schiff, das kurz nach dem Auslaufen in einen Sturm gerät, von den Wellen hin und hergeworfen wird und dabei im Kreis fährt - es wird niemals sein Ziel erreichen. 

Freiheit im Sinne von Meditation bedeutet das Ziel fest im Auge zu haben, während wir das Boot rudernd immer wieder auf Kurs bringen und in die vorteilhafteste Richtung steuern. 

Wir nehmen unser Leben wieder selbst in die Hand. 

Klarheit

Meditation macht den Geist klar und nicht dumpf. Das ist der größte Unterschied zu Alkohol und anderen Drogen. Subtile Dumpfheit ist eine Gefahr bei der Meditation, die häufig bei etwas geübten Meditierenden auftritt. Das Gefühl, auf Wolke 7 zu schweben und an diesem Zustand kleben zu bleiben. 

Geistige Klarheit bedeutet, die Wirklichkeit so wahrzunehmen, wie sie wirklich ist, nämlich zum Beispiel Unbeständig und entsprechend darauf reagieren zu können. 

Wenn wir Klarheit erlangt haben, dann hören wir auf unser Glück ständig dort zu suchen, wo es nicht zu finden ist. Wir hören auf uns so zu verhalten, dass wir uns selbst und anderen schaden. 

Erkenntnis

Meditation führt uns zu tiefen Erkenntnissen. 

Erst beobachte wir unsere Gedanken, um zu verstehen, wie sie entstehen und dabei eine ganze Welt von Emotionen, von Freude und Leid erzeigen. Und dann dringen wir weiter vor und blicken hinter dem Vorgang der Gedanken, zur Quelle unseres Bewusstseins. 

Diese letzte und höchste Stufe in der Meditation führt uns zur absoluten Freiheit. Der Buddha beschrieb diesen Moment mit den Worten: "Ich habe den Erbauer des Hauses erkannt."

Schritte in der Meditation

1. Grundlagen und Motivation. Die Freude, das Notwendige zu tun

Meditieren erfordert Entschlusskraft, Enthusiasmus und Ausdauer. 

Wenn du lernen willst ein Musikinstrument zu beherrschen, dann reicht es auch nicht aus, wenn du zweimal im Monat einige Minuten übst. 

Wieviel Zeit wenden wir für die asozialen Medien und andere belanglose Dinge, die uns eher schaden, als nützen?

Beim Meditieren geht es um die Möglichkeit, dein ganzes Leben im positiven Sinn auf den Kopf zu stellen. Deine dir selbst auferlegten Grenzen zu sprengen und dein volles Potential zu entfalten. Jenseits deiner Ängste, Sorgen und Nöte das Leben als das wahrzunehmen, was es ist: wunderbar und kostbar. Lebenslust statt Lebensfrust. 

Ist eine Investition von täglich zwanzig Minuten zu viel, für die Möglichkeit echtes Glück und wahren inneren Frieden zu erfahren?

Wenn wir mit dem Meditieren anfangen, ist unsere Motivation in der Regel sehr hoch. Entscheidend ist sich jedoch auch im Laufe des Prozesses immer wieder vor Augen zu führen, warum man meditiert und warum es der einzige Weg ist, der dauerhaft zu Glück und Frieden führt. 

Oft beginnen Menschen aus einem Leidensdruck heraus mit dem Meditieren. Es geht mir nicht so gut, ich habe gehört das das Meditieren ja wahre Wunder bewirken kann. Das sind keine guten Voraussetzungen. 

Die Grundlagen des Segelns lernst du nicht, während draußen ein Unwetter tobt, sondern an einem schönen Tag bei ruhiger See. 

Übe regelmäßig an einem ruhige und geeigneten Ort - auch, oder besser, gerade, wenn es dir gut geht 

In der Meditation kommt es entscheidend darauf an, eine kontinuierliche, tägliche Übungspraxis zu etablieren. Auf diese Weise gewinnt die Meditation mit der Zeit an Kraft und Stabilität. Genauso, wie aus dem Rinnsal einer kleinen Quelle, mit der Zeit ein Bach und dann ein reißender Fluss wird. 

Meditieren bedeutet nicht, nur schöne Augenblicke zu haben. Im Gegenteil, häufig kommen gerade zu Beginn der Meditation viele belastende Elemente an die Oberfläche. 

Du kannst das Meditieren mit einer Bergtour vergleichen, die keinesfalls auch nur aus angenehmen Augenblicken besteht, sondern oft aus Anstrengung und Mühsal. Aber mit dem Ziel vor Augen, der Gewissheit auf dem richtige Weg zu sein und das es sich lohnen wird, wirst du alle Hindernisse überwinden und dich an der Aussicht erfreuen. 

Meditation is not a fast lane.

Auch, wenn wir gerade in der heutigen Zeit gerne nach einfachen und schnellen Lösungen suchen. "Die 4-Wochen Blitz-Diät." Meditieren ist bis auf wenige Ausnahmen, Stichwort: Blitzerleuchtung, ein langwieriger Weg. Aber das ist nicht weiter schlimm, für mich manchmal sogar ein Segen, weil der Weg schon so wunderbar und eines der größten Abenteuer ist, welches ich mir vorstellen kann. 

Es kommt nur darauf an zu wissen, dass wir auf dem richtige Weg sind. Mit dem Ziel einer dauerhaften und tiefgreifenden Wandlung vor Augen, genießen wir die schönen Stellen auf dem Weg, ohne stehenzubleiben oder uns übermäßig beeindrucken zu lassen. 

2. Den Geist zur Ruhe bringen, Achtsamkeit entwickeln

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Stufe 3: Dankbarkeit entwickeln

Das Leben ist sooo langweilig, weil wir es uns so gemacht haben. 

Wir sind ständig auf der Suche nach dem tollen Dingen, dem Dopamin-Kick. Weil es alle so machen und es alle uns sagen. Die atemberaubende Welt der Werbung und der Illusionen. Auf der Jagt nach den großen und tollen Dingen übersehen wir die vielen kleinen Wunder des Lebens und finden uns irgendwann im Hamsterrad des Lebens wieder. Gelangweilt, desillusioniert und depressiv. 

Was ist nur mit meinem Leben passiert?

Langeweile ist immer nur das Ergebnis mangelnder Aufmerksamkeit. Und unserer Identifikation mit dem Ego. 

Die gute Nachricht ist, du kannst dein Leben jederzeit wieder spannend und aufregend machen. Und damit gleichzeitig aus dem Hamsterrad aussteigen. Wenn du deine Einstellung änderst. 

Eine der besten und einfachsten Möglichkeiten das Leben zu verändern ist durch Dankbarkeit. 

Jeder einzelne Tag bietet unzählige Möglichkeiten dankbar zu sein. Dankbarkeit ist das beste Gegenmittel bei Ärger, Angst und Wut, es löst zuverlässig auch die schwersten Verhärtungen der Seele auf. 

Dankbarkeit schafft Freude

Kurzer Test: Denke für einige Augenblicke an etwas für das du dankbar bist, das kann ein Mensch, ein Tier oder etwas anderes sein - und achte darauf was passiert. 

Es ist unmöglich, sich wirklich dankbar zu fühlen, ohne dass zumindest ein wenig Freude entsteht. 

Aufgabe: Wie fühlt sich Dankbarkeit im Körper und Geist an?

Beispiele, wie sich Dankbarkeit im Körper und Geist anfühlen kann:

  • Leichtigkeit im Herzen: Ein warmes, wohltuendes Gefühl in der Brust, als ob sich das Herz öffnet.
  • Entspannung im Körper: Muskeln entspannen sich, insbesondere in Schultern und Nacken, und es entsteht ein Gefühl von Ruhe.
  • Sanftes Lächeln: Ein unbewusstes, sanftes Lächeln erscheint auf dem Gesicht.
  • Wärmegefühl: Ein inneres, angenehmes Gefühl von Wärme, ähnlich wie bei einer herzlichen Umarmung.
  • Klarheit im Geist: Gedanken werden klarer, und Sorgen oder negative Emotionen treten in den Hintergrund.
  • Frieden in der Seele: Ein Gefühl von Zufriedenheit und Akzeptanz, als wäre alles im Moment genau richtig.
  • Freudevolle Energie: Ein leichter, freudiger Energieschub, der sich anregend und erhebend anfühlt.
  • Verbundenheit: Ein Gefühl der Verbindung zu anderen Menschen, zur Natur oder zu etwas Größerem.
  • Innere Fülle: Das Gefühl, innerlich reich zu sein, unabhängig von äußeren Umständen.

Dankbarkeit ist ein Muskel, der trainiert werden kann.

Dankbarkeit ist der Game Changer im Leben. Über Dankbarkeit hast du jederzeit Zugang zu Freude. Ist das nicht toll? Aber was hält uns auf? 

Wir sind so beschäftigt mit den wichtigen Dingen des Lebens, dass wir keine Zeit finden, um dankbar zu sein. 

Dankbarkeitstraining

Schreibe auf ein Blatt Papier 10 Dinge, für die du jetzt in diesem Augenblick dankbar sein kannst. 

Übung: Dankbarkeit spüren

Nimm dir ein paar Minuten Zeit an etwas zu denken, für das du jetzt besonders dankbar sei kannst. Stell es dir vor deinem inneren Auge vor und wiederhole einige Mal still für dich: Ich bin dankbar für ....

Während du es dir vorstellst, achte darauf, wie es sich in deinem Körper und Geist anfühlt. Versuche das Gefühl der Dankbarkeit tief in dir aufzunehmen, atme es ein und lass es deinen ganzen Körper und Geist durchdringen. 

Dankbarkeit erdet uns in der Gegenwart. Ich bin jetzt dankbar für das was ist. Immer dann wenn wir uns in der Vergangenheit oder Zukunft verlieren und Ängste oder Sorgen uns überkommen, kann uns Dankbarkeit in die Gegenwart zurückholen. 

Lebst du im Mangel oder in der Fülle?

Die meisten leben im Mangel. Der Werbung sei dank. Irgend etwas fehlt uns immer, irgend etwas könnte oder sollte anders sein, als es gerade ist. Manchmal haben wir viel Zeit, aber wenig Geld. Dann wollen wir unbedingt mehr Geld, um dann festzustellen, das wir kaum noch Zeit für uns haben. 

Wir sind immer darauf fixiert, was wir gerade nicht haben oder was anders sein sollte. Das betrifft unsere Umgebung aber auch uns selbst. Von es könnte besser sein, ist es nicht weit zu: "Ich könnte besser sein."

Was ist eine todsichere Möglichkeit nach Möglichkeit immer unglücklich zu sein? Ganz einfach, im Mangel leben. 

Es liegt vor deiner Nase

Wusstest du, dass man manchmal die besten Geheimnisse direkt vor der Nase hat – und sie doch nicht sieht? Genau das passierte den Zöllnern an einem Grenzposten in Persien. Aber lass mich die Geschichte von Nasrudin, dem Schelm des Orients, von vorne erzählen.

Nasrudin kam Tag für Tag mit seinem treuen Esel am Grenzposten vorbei. Anfangs fanden die Zöllner ihn harmlos, doch je öfter er auftauchte und je reicher er zu werden schien, desto skeptischer wurden sie. Was schmuggelte er bloß? Sie durchsuchten alles: die Strohkörbe, die Satteltaschen, sogar die Hufe des Esels. Nichts! Dabei waren sie sich sicher, dass Nasrudin sie austrickste.

Irgendwann verabschiedete sich Nasrudin in den Ruhestand, wohlhabend und zufrieden. Jahre später begegnet ihm einer der Zöllner auf einem Basar. Der Mann, inzwischen pensioniert, kann seine Neugier nicht länger unterdrücken. Er spricht Nasrudin an:

„Hör mal, Nasrudin, wir alle wussten, dass du etwas geschmuggelt hast. Aber wie du es gemacht hast, war uns ein Rätsel. Jetzt, wo ich nicht mehr im Dienst bin, verrat es mir doch. Es bleibt unser Geheimnis!“

Nasrudin schaut ihn mit einem breiten, schelmischen Grinsen an und antwortet: „Na, was wohl? Esel, natürlich!“

Das Offensichtliche bleibt oft unentdeckt. Glück und Freude liegen direkt vor unserer Nase, aber wir übersehen es, weil wir so beschäftigt sind glücklich zu werden. 

Oft ist der Reichtum und das Glück, nach dem wir suchen direkt vor unserer Nase, doch wir sehen es nicht. Wenn wir es uns zur Gewohnheit machen, dankbar zu sein, finden wir Glück und Freude manchmal auch dort, wo wir es niemals erwartet hätten. Auch in schwierigen Zeiten von Krankheit und Leid haben wir die Wahl. Wir haben immer eine Wahl, das ist eine der größten Erkenntnisse die wir als Mensch machen können. 

Steig aus dem Wenn-Dann-Spiel aus

Oft meinen wir, wenn das Leben nur ein wenig anders wäre - einfacher, leichter - dann könnten wir mehr Freude empfinden. Du suchst einen direkten Weg ins Hamsterrad? Dann beginne das Wenn-Dann-Spiel. 

Wenn ich erst eine neue Arbeit habe, einen Partner, der mich versteht, genügend Geld, meine Depressionen überwunden habe oder in Rente bin, dann ... wird alles besser. Die Wahrheit ist, das Potential Freude und Glück zu empfinden ist immer vorhanden und vor allem immer nur im Jetzt zu entdecken. 

Bewusst ja zu sagen, zu dem was gerade ist, egal ob es uns gefällt oder nicht, verleiht uns die Kraft und den Mut mit dem was uns im Leben passiert besser umzugehen. 

Dankbarkeit in schweren Zeiten

Häufig denken wir, um dankbar zu sein, muss es gut laufen. Aber in Wirklichkeit hilft uns Dankbarkeit gerade in schweren Zeiten. Dabei ist es mehr, als sich an die positiven Dinge zu erinnern. Nach dem Motto: Ich habe Krebs, aber ich lebe noch. 

Oft sind es gerade die Schicksalsschläge, die uns im Leben wirklich weiterbringen. Das Wort "Schicksal" setzt sich aus zwei Wortteilen zusammen: aus "schicken" und "sal". Die Silbe "sal" kommt aus dem lateinischen und stammt vom Wort "salus", das Wohl, das Heil ab. Führen uns Schicksalsschläge der Wahrheit dem Heil näher?

Oft sind sie jedoch der Initiator für eine große, tiefgreifende Veränderung im Leben. Sie führen zu mehr Tiefe, Mitgefühl und einem reiferen Blick aufs Leben. Sind nicht die Menschen die tiefe Krisen erlebt und bewältigt haben eine große Quelle der Inspiration für uns? Und sind es nicht die Widrigkeiten des Lebens, die uns innerlich haben wachsen und reifen lassen lassen?

Positive Grundgestimmtheit

Ob wir dankbar sind oder nicht, hängt vor allem von unserer Perspektive ab. Wer weis denn schon, wofür etwas gut ist. Viele Dinge die anfangs gut aussahen, haben sich am Ende als großes Unglück erwiesen. Und manche Dramen und Schicksalsschläge habe sich im Nachhinein als großes Glück erwiesen. 

Hilfreich ist es, dem Leben und dem was uns im Leben passiert mit einer positiven Grundgestimmtheit gegenüberzutreten. Nicht alles ist schön und angenehm, aber auch das gehört zum Leben. Das Entscheidende ist, wir haben immer die Wahl. Wir sind es, die den Dingen ihre Bedeutung geben. 

Das Leben leichter machen

Unsere Gedanken werden zu Worten und unsere Worte beeinflussen unsere Gedanken. Häufig kommt uns das Leben als eine Pflichtveranstaltung vor. Anforderungen und Zwänge machen das Leben immer enger, - bis wir das Gefühl haben uns nicht mehr bewegen zu können. 

Wenn das auf dich zutrifft, dann bringe doch mit einem kleinem Wort eine große Leichtigkeit zurück in dein Leben. Ich muss, ich muss, ich muss. Heute muss ich dies, morgen jenes und übermorgen etwas anderes. Wir sind im müssen gefangen. Die Wahrheit ist, du musst gar nichts - nur sterben. 

Aufgabe: 

Streiche ab heute das Wort "Muss" aus deinem Wortschatz und ersetzte es durch "Dürfen". Das Leben darf Spaß machen. Sei gespannt wie ein kleines Wort auszutauschen dein Leben verändern kann. 

Übung: Perspektivwechsel: "Dürfen" statt "Müssen"

Stell dir eine bestimmte Situation in deinem Leben vor, die du als schwierige Bürde erlebst. Und nun stell dir vor, wie du in diesem Zusammenhang das Wort "müssen" durch "dürfen" ersetzt. Welche Wirkung hat das auf dich? Kannst du erkennen, wie alles im Leben eine Frage der Perspektive ist?

Dankbarkeit lohnt sich

Neues aus der Dankbarkeitsforschung. 

Martin Seligman, der Begründer der Positiven Psychologie hat in einem Experiment Personen, die sich für depressiv hielten aufgefordert für fünfzehn Tage jeden Abend drei gute Dinge aufzuschreiben, die ihnen im Laufe des Tages passiert sind und für die sie dankbar sind. 94 Prozent fühlte sich am Ende weniger depressiv und 92 Prozent waren insgesamt zufriedener als vorher. 

Der Psychologe Robert Emmons beschreibt in seinem Buch "Vom großen Glück, dankbar zu sein." wie eine regelmäßige Dankbarkeitspraxis das Leben auf allen Ebenen verändern kann. 

Folgendes hat er herausgefunden: 



Dankbarkeit ist ein Muskel, den du trainieren kannst. Und wie bei allen Dingen, die du verbessern willst, braucht es Übung, Zeit und Geduld. Aber es lohnt sich. Schon mit ein wenig regelmäßiger Übung wird sich dein Leben grundlegend verändern. 

Nachfolgend einige Tipps für den Alltag

Dankbarkeitstraining im Alltag

  • Führe ein Dankbarkeitstagebuch in dem du jeden Abend drei Dinge einträgst für die du an diesem Tag dankbar gewesen bist. 
  • Initiiere eine E-Mail Dankbarkeitschallenge.  Nimm dir jeden Abend fünf Minuten Zeit und tausche dich mittels Email mit einem Partner darüber aus, wofür du an diesem Tag dankbar sein konntest. 

Dankbarkeitstraining 2.0

Manchmal braucht es einen etwas stärkeren Impuls, um eine Veränderung herbeizuführen. Eine besonders kraft- und wirkungsvolle Übung ist das Schreiben eines Dankbarkeitsbriefes.

An eine Person:

An das Leben: 

Alleine das Schreiben hat schon eine ganz besondere Wirkung. Wenn du ihn abschickst, wird die Wirkung noch einmal deutlich verstärkt. Wenn du einen Dankesbrief an das Leben geschrieben hast, dann kannst du ihn in Form von einer ganz besonderen Zeremonie (Feuer, Wasser, Luft, Erde) dem Leben zukommen lassen. 

Dankbarkeitsmeditation

Ma


3. Zwischenspiel: Nur du selbst stehst dir im Weg

Stufe 4: Lernen mit Problemen und Hindernissen im Leben klarzukommen

Mitten in der Dunkelheit habe ich erfahren, das ein Licht in mir leuchtet.

Wenn alles gut läuft, ist es leicht froh zu sein. Aber was ist, wenn nicht?

Leben ist leiden.

Ist der Buddha etwa grenzenloser Pessimist gewesen oder litt er unter Depressionen?

Nein, er war ein Realist. Er hat das Leben so gesehen, wie es ist.

Leiden wird häufig mit dem Paliwort "Dukha" übersetzt. Es steht für all die schwierigen und unvermeidbaren Aspekte unseres Lebens. Geburt, Alter, Krankheit und Tod. Trennung von denen die man liebt und Gemeinschaft mit denen, die man nicht will. Nicht bekommen, was man will. Oft wird es auch mit Schmerzen, Unwohlsein, Unzufriedenheit oder Frust übersetzt. Aber eigentlich umschreibt es die Schmerzlichkeit des Lebens an sich, welches Angenehmes und Unangenehmes gleichermaßen mit sich bringt. Wir leben in einer dualen Welt, einer Welt der Gegensätze. Dualität bringt Erkenntnisgewinn. 

Das Leben ist, wie es ist. Stressig, und außerdem oft unbefriedigend und unzuverlässig. 

Jederzeit kann alles passieren. 

Die Vorstellung gefällt uns natürlich gar nicht. Hätten wir nicht gerne alles unter Kontrolle und bitte überwiegend etwas von den schönen Dingen des Lebens? 

Natürlich, aber so funktioniert Leben eben nicht. 

Alles ist in Veränderung. Auch das wird vorübergehen. 

Nach der buddhistischen Philosophie erschaffen wir uns zusätzliches Leiden, indem wir uns gegen das Leben wehren, es so haben wollen, wie wir es gerne hätten. 

Sicher und gleichbleibend gut. 

Indem wir alles unternehmen, um die schlechten Dinge von uns fernzuhalten und die guten Dinge zu maximieren, erschaffen wir uns unser eigenes Leid. 

Es nicht die Frage, ob wir eine wirklich harte Nuss zu knacken bekommen, sondern nur wann es geschieht. Keiner entkommt dem Alter, der Krankheit und dem Tod. 

Sind wir in einem Dilemma? 

Nein, denn es gibt eine Lösung, einen Weg aus dem Leiden. 

Je mehr wir der Tatsache, dass Leiden zum Leben gehört, ins Auge blicken, desto größer ist die Möglichkeit das wir wahres Glück erfahren. 

Einstellung zum Leiden

Früher oder später werden wir alle mit Leid konfrontiert. Wenn es uns dann schlecht geht, neigen wir zu der Ansicht, es müsse irgendein Fehler vorliegen, des es zu korrigieren gibt. 

Was wir vergessen, auch im Leiden haben wir eine Wahl. Wir haben immer eine Wahl. Wir haben die Wahl, wie wir mit dem Leid, das uns widerfährt umgehen. 

Unser Leben und unsere Lebensumstände verändern sich permanent. Wäre das nicht so, würden wir nicht mehr leben.

Das Ausmaß unseres Glücks und unserer Freude im Leben hängt nicht so sehr davon ab, was passiert, sondern dadurch, wie wir darauf reagieren.

Den Überblick behalten

Manchmal, wenn man eine schwere Zeit durchmacht, hat man das Gefühl tief im Leiden versunken zu sein. Alles läuft schlecht und es ist irgendwie kein Ende zu sehen. 

In solchen Augenblicken ist es wichtig, sich nicht in seine negativen Gedanken immer weiter hineinziehen zu lassen. 

Denk in solchen Zeiten immer daran, dass nichts beständig ist, auch die negativen Geisteszustände die dich im Augenblick vollkommen einnehmen. Versuche bewusst auf Momente des Glücks und der Freude zu achten. Ein Lächeln, die Natur, das Leben. Dein Leben ist so, wie du darüber denkst. Du hast immer die Wahl. 

Wir können auf verschiedenen Ebenen mit Schmerzen konfrontiert werden. Die meisten Menschen leiden unter ihren eigenen Gedanken und Gefühlen. Wenn  wir deprimiert, einsam, traurig oder wütend sind, dann verstärken wir diese Zustände unbewusst, indem wir den Geschichten in unserem Kopf immer neue Nahrung geben. 

Dabei gilt: 

Jede Situation - egal, wie problematisch - ist bearbeitbar. 

Von Sorgen gequält

Probleme beim Einschlafen sind ein großes Übel unserer Zeit. Die Menschen liegen im Bett und können nicht einschlafen, weil sie grübeln und sich Sorgen machen. Sich Sorgen zu machen ist eine ziemlich verbreitete Art des mentalen Leidens. 

Von Mark Twain stammt der Spruch: 

"In meinem Leben habe ich allerhand schreckliche Dinge durchgemacht, von denen einige tatsächlich geschehen sind."

Unser Geist ist sehr geübt darin sich ständig Sorgen über Probleme zu machen, deren Realität wir uns erfolgreich einreden. Schnell sind wir in einem mentalem Hamsterrad gefangen. Mit noch mehr nachdenken oder grübeln verstricken wir uns immer tiefer in die Geschichten, die wir uns erzählen. 

Auf neuronaler Ebene erzeugen wir bestimmte (negative) Gedankenwellen, die sich ausbreiten und in unserem Körper manifestieren. Stresshormone verteilen sich im Körper und verengen unsere Sicht. 

Wie können wir den Teufelskreis durchbrechen?

Mit Achtsamkeit und genügend Bewusstheit können wir die mentalen Endlosschleifen durchbrechen. Indem wir uns aus der Zukunft in die Gegenwart zurückholen. Wenn wir aus dem Film unserer Gedanken aussteigen, haben wir die Möglichkeit uns an der Kasse ein Eis zu kaufen. 

Übung: In den Körper kommen

Wenn wir in einer Endlosschleife unserer Gedanken feststecken ist es gut in den Körper zu kommen. Bewegung, Sport, körperliche Anstrengung hilft. Fünfzig Liegestütze oder zweihundert Kniebeugen - den Körper spüren. Aber manchmal fehlt uns dazu schlicht die Energie. Dann hilft uns ein kurzer mentaler Bodyscan. 

Schließe für einen Augenblick deine Augen. Atme ein paar mal tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Stell dir dabei vor, wie du mit dem Einatmen frische Energie aufnimmst und mit dem Ausatmen alle negative Energie ausatmest. Atme normal durch die Nase weiter uns spüre die Atmung in deinem Körper. Wo kannst du die Atmung spüren? In der Nase oder im Bauch? Nimm wahr, wie du jetzt gerade sitzt. Spüre dein Gesäß, die Beine, Füße, die Aufrichtung deiner Wirbelsäule. Tu jetzt die nächsten Momente nichts anderes, als dir bewusst zu sein, das du sitzt und atmest. Entspanne dich von innen heraus. 

Alltagstipp

Immer dann, wenn du das Gefühl hast, dich in irgendwelchen Geschichten deines Geistes zu verlieren kannst du dir eine Frage stellen: 

Kann ich wahrnehmen, was jetzt gerade tatsächlich passiert?

Je mehr Achtsamkeit du entwickelst, je öfter es dir gelingt dich aus der Vergangenheit und Zukunft in den gegenwärtigen Augenblick zu holen, desto mehr Vertrauen wirst du entwickeln. 

Umgang mit der Angst

Manchmal ist die kraftvollste Illusion, die der Geist erschaffen kann, die Angst. Sie lässt uns erstarren und zieht uns in ihren dunklen Rachen. Machtlos riechen wir ihren widerlichen Atem, während sie sich langsam auf ums zubewegt. 

Angst ist sinnvoll und nützlich, wenn sie uns vor potentiellen Gefahren schützt. Aber sie vergiftet unser Leben, wenn sie sich losgelöst von der Wirklichkeit ausschließlich in unserem Geist bildet. Bein Menschen, die unter Angststörungen leiden ist die Angst zu einem gewohnten Denkmuster geworden. Etwas passiert, die Bedingungen sind gegeben und es wird ein Trigger ausgelöst. Das Angst-Programm wird gestartet. 

Wie alle Auto-Programme, die in unserem Unterbewusstsein abgespeichert sind, kann auch das Angst-Programm durch die Praxis der Achtsamkeit wirksam bekämpft und aufgelöst werden. 

Was ist zu tun?

Statt zu versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen, sollen wir versuchen uns der Angst mit offenen Augen und Bewusstheit zuwenden, um uns von ihrer Macht zu befreien. 

Der Buddha erklärt die Vorgehensweise mit dem Gleichnis vom vergifteten Pfeil. 

Wenn man von einem Pfeil getroffen wird, fragt man sich dann: "Wer hat den Pfeil wohl abgeschossen und warum?" "Wer hat ihn hergestellt und welches Gift wurde verwendet?" Nein, man wünscht sich nur, das dieses Ding so schnell wie möglich entfernt wird. Dasselbe gilt, wenn man in einer vom eigenen Geist erzeugten Angst gefangen ist. Statt die Ursache zu ergründen und sich immer mehr mit der Angst zu beschäftigen, was ihr wiederum immer mehr Energie gibt, können wir versuchen uns auf die Gegenwart zu konzentrieren. Wenn wir lernen unsere Gedanken und Gefühle zu beobachten, schaffen wir Distanz und sie verlieren ihre Macht über uns. 

Achtsamkeit ist ein Werkzeug, das wir jederzeit einsetzen können, um uns nicht in geistiger Verwirrung zu verlieren. 


Stufe 5: Vertrauen entwickeln & lernen Loszulassen

Jede Entscheidung die wir treffen hat eine Konsequenz. Und auch wenn es dir nicht gefällt, du kannst dich nicht nicht Entscheiden. Auch wenn du nichts tust, ist das eine (häufig) unbewusste Entscheidung - für die du einen Preis bezahlen musst. 

In der Bibel wird es so beschrieben: 

"Was ihr säht, das werdet ihr ernten."

Im Yoga und im Buddhismus ist dies als das Gesetzt des Karmas bekannt. Alles was du tust und denkst hat eine Auswirkung. 

Der ungeschulte Geist unterscheidet zwischen gut und schlecht. Mögen und Nicht-Mögen. Permanent bewerten wir unbewusst alles, was was uns über den Weg läuft. In der buddhistischen Philosophie existiert eine solche Einteilung nicht. Es gilt das Prinzip der Leere. Es besagt, das die Dinge keine ihnen eigenständige, ihnen innewohnende Eigenschaft haben. Keine gute und keine schlechte. Nichts existiert alleine und von sich heraus, alles ist eingebunden in ein Netzt aus Abhängigkeiten und Beziehungen. Wir geben den Dingen und Ereignissen ihre Bedeutung. 

Der Regenboden, den du siehst ist real, aber er existiert nur unter bestimmten Bedingungen, von denen er abhängig ist. Er kann nicht alleine, nur aus sich selbst heraus existieren. Gleiches gilt für alles andere auf der Welt. 

Das du existierst ist das Ergebnis bestimmter Bedingungen. Das dein Herz schlägt, du genug Sauerstoff bekommst und die guten Bakterien aktuell in dir in der Überzahl sind. Du existierst nicht alleine von dir heraus, sondern bist eingebunden in ein Netz von Bedingungen und Beziehungen.

Während wir in den Kategorien "gut" oder "schlecht" feststecken, werden Gedanken und Handlungen in der buddhistischen Philosophie als "geschickt" im Sinne von heilsam und "ungeschickt" im Sinne von unheilsam eingeteilt. 

Dabei geht es um das große Ziel, Glücklich sein. 

Wenn wir uns ungeschickt verhalten, bedeutet das, uns (unbewusst) so zu verhalten, das wir selbst oder anderen schaden. Hier geht es darum zu lernen wie wir geschickt denken und handeln können und so Glück, Freude und Wohlbefinden für uns und andere steigern können. 

Aber wie können wir das eine von dem anderen unterscheiden?

Indem wir lernen auf unseren Körper zu hören. Körper und Geist sind ja untrennbar miteinander verbunden und bilden eine Einheit. Häufig wird hiermit auch so etwas wie Bauchgefühl oder Intuition verstanden. Dabei stehen uns im Allgemeinen zwei Probleme im Weg. Zum einen haben wir häufig den Kontakt, das Fühlen und Spüren unseres Körpers verloren. Kein Wunder, wenn wir ständig nur im Kopf sind. Und zum anderen ist der Geschichtenerzähler in unserem Kopf so dominant und auf Selbsterhaltung ausgerichtet, dass er alle Dinge kurzerhand unterbindet, die seine eigene Existenz gefährlich werden könnten. 

Je mehr Achtsamkeit und Bewusstheit wir entwickeln, desto besser sind wir in der Lage zwischen unheilsamen und heilsamen Gedanken und Handlungen zu unterscheiden. Dann spüren wir, dass ungeschicktes Verhalten in Form von Enge, Schwere und Unruhe zu spüren ist, während geschicktes Verhalten sich in Leichtigkeit, Freude und Zufriedenheit zeigt. 

Um im Alltag besser zwischen beiden Zuständen unterscheiden und dann bewusst wählen zu können, ist es gut sich gut sich an ein heilsames Verhalten zu erinnern und innerlich abzuspeichern. 

Visualisierungsübung: Heilsames Verhalten

Erinnere dich daran, wie du einmal gut zu jemanden gewesen bist. Freundlich, hilfsbereit oder selbstlos. Erinnere dich daran, wie gut es sich im Körper und Geist angefühlt hat, als du gesehen hast, wie glücklich der oder die andere gewesen ist. Oder erinnere dich daran, wie es gewesen ist, als du einmal bewusst aufrichtig und offen gewesen bist, auch wenn es dir nicht leicht gefallen ist. Vielleicht kannst du dich an ein Gefühl von Erleichterung, Klarheit oder Verbundenheit erinnern. Versuche nun dir alle diese Gefühle einzuprägen und lasse sie zu einem Leitstern für dein zukünftiges Denken und Handeln werden. 

Vertraue dem Prozess

Aus der Neurowissenschaft ist bekannt, dass es mehre Monate dauern kann, bis sich neue Gewohnheiten fest in den neuronalen Schaltkreisen deines Gehirns verankert haben. 

Tipp: Je öfters du etwas tust oder denkst, desto schneller wird es zur Gewohnheit. 

Wenn du dich auf den Weg zu mehr Freude und Glück gemacht hast, dann wird es früher oder später zu Rückschlägen kommen. Das ist vollkommen normal und darf dich nicht beunruhigen. Wenn du nach Texas aufmachst ist es vollkommen ok, wenn du dich mal verläufst und vom Weg abkommst. Wichtig ist immer zu wissen wo du dich gerade befindest und nicht zu vergessen, wo du hin willst. 

Vergiss nicht, dass du immer die Wahl hast. Wie du mit Fehlern umgehst, kann das Problem entweder verschärfen oder dir helfen zu wachsen. Wenn du eine ungeschickte Gewohnheit aufgeben willst, dann richte deine Aufmerksamkeit nicht auf die alten Dinge, sondern stell dir vor wie ein anderes Verhalten dein Leben freudvoll werden lässt. 


5 Regeln für mehr Glück und Freude im Leben

Geistige Gewohnheiten für ein gelungenes Leben. Änderung der Perspektive. Von "Was habe ich davon?" zu "Was kann ich anderen bieten?". Das eigene Ego aufzulösen ist der schnellste Weg zu mehr Glück und Freude im Leben. 

1. Ahimsa - nicht verletzten, nicht töten

Das Leben ehren. Als Lebewesen müssen wir überleben, aber wir wollen auch - und vor allem - glücklich sein. Im Alltag gilt es ständig zwischen diesen Polen abzuwägen. Das Leben zu ehren bedeutet, dass ich übe mich täglich bewusst und klug zu entscheiden. 

Wenn ich krank bin, entscheide ich mich die Bakterien in meinem Körper durch Antibiotika zu töten. Wenn du deinen Garten umgräbst, damit du im Sommer frisches Gemüse ernten kannst, dann werden das einige Würmer mit ihrem Leben bezahlen müssen. 

Als Lebewesen sind wir eingebunden in die Gesetzt der Natur und des Lebens. Ein Tier muss sterben, damit ein anderes Leben kann. Entscheidend ist immer die Absicht, die Intention die hinter der Handlung steht. Der Mann, der einen anderen mit dem Messer aufschlitzt ist gut, wenn es ein Arzt und schlecht, wenn es ein Dieb ist. 

Das Leben zu ehren bedeutet nicht absichtlich und unnötig Leiden für sich und andere Lebewesen zu verursachen. Positiv formuliert bedeutet es:

  • das Leben und die Gedanken und Gefühle anderer Menschen zu respektieren
  • die Umwelt zu schützen, indem wir sie nicht unnötig belasten
  • einen Beruf auszuüben, der direkt oder indirekt zum Wohle der Menschen beiträgt
  • sich um Menschen zu kümmern, die Hilfe brauchen

2. Asteya - nicht stehlen

Wir nehmen uns nichts, was uns nicht gegeben worden ist. Damit ist nicht nur das Stehlen im engeren Sinne gemeint, sondern dass wir nicht versuchen uns auf Kosten nach unserem Glück zu streben. Konkret im Alltag könnte das bedeuten: 

  • Wir stehlen niemanden die Zeit indem wir ihn warten lassen.
  • Wir drängeln uns nicht vor, wenn wir in einer Schlange sind.
  • Wir stehlen anderen nicht ihre Aufmerksamkeit, um uns in ein gutes Licht zu rücken.

Übrigens ist das Gegenteil von Stehlen, etwas zu schenken. Versuche einmal wie das ist, wenn du anderen Lebewesen bewusst Freude, Liebe, Respekt, Zeit, Aufmerksamkeit - dein Wohlwollen schenkst. 

3. Brahmacharya - kein sexuelles Fehlverhalten, Mäßigung

Als Lebewesen geht es im Wesentliche um das Überleben und die Fortpflanzung. Beide Triebe sind sehr stark in uns ausgeprägt. Sex sells, lautet zu Recht das Motto der Marketingexperten. Gerade die sexuelle Anziehungskraft und Energie kann aber ein großes Hindernis auf dem Weg zu einem glücklichen Leben darstellen. Die Befriedigung deiner sexuellen Wünsche macht dich wenn überhaupt nur kurzfristig glücklich, führt dich aber ganz sicher in die Abhängigkeit und ins Leiden. 

Sex als Ersatzbefriedigung und Sexsucht sind die Folge. 

Wir alle kennen Zustände, die dem höchsten Ziel im Yoga und den östlichen Weisheitslehren entsprechen. Moksha, Befreiung. Der Geist ist vollkommen ruhig, gedankenlos. Immerwährende Freude, jenseits von Raum und Zeit, wunschlos glücklich im hier und jetzt. 

Auf der geistigen Ebene ist es ein Zustand von bedingungsloser Liebe. Einer Liebe, die eine Mutter für ihr Kind empfindet. Unabhängig von allen Umständen und Gegebenheiten, bereit das eigene Leben zu opfern, wenn sich das eigene Ego aufgelöst hat. 

Auf der körperlichen Ebene kommen wir im Orgasmus diesem höchsten Zustand sehr nahe. 

Brahmaharya im Alltag bedeutet für eine ehrliche und aufrichtige Beziehung zu sorgen. Statt den anderen als Lust- oder Vergnügungsobjekt zu betrachten, können wir uns fragen, wie wir uns gegenseitig größeres Glück bringen können. Dabei können wir uns auf der Grundlage von Respekt und Vertrauen als Ausdruck unserer Zuneigung körperliches Vergnügen schenken. 

Mäßigung im Alltag bedeutet wegkommen von tiefsitzenden Mehr-ist-besser Instinkt. 

4. Satya - Wahrhaftigkeit

Wir lügen - immer mal wieder. Manchmal aus gutem Grund und manchmal aus egoistischen Motiven. Satya bedeutet sich meiner Sprache, die eine übergeordnete Rolle in unserem Leben spielt, bewusst zu sein und zu versuchen auf freundliche Art und Weise das zu sagen, was wahr und nützlich ist. 

Satya setzt immer eine achtsame Kommunikation voraus. Ist mir bewusst, was ich sage und welche Folgen es hat? Wenn ich zuhöre, höre ich dann das was der andere sagt, oder das, was ich hören will oder gelernt habe zu hören?

5. Apharigraha - Bescheidenheit, Klarheit - kein ausschweifender Konsum

Mehr ist besser und anders ist besser. Die Wirtschaft lebt von diesen Grundsätzen und hat diese evolutionär voreingestellten Glaubenssätze tief in unser Unterbewusstsein verankert. 

Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Konsum als Ersatzbefriedigung für ein unerfülltes Leben. Ständig agitiert sein, um ja nicht zur Besinnung zu kommen. Horror vacui, die Angst vor der Leere. 

Konsum als Droge, auf der Jagt nach den schönen Augenblicken. Das Problem ist, dass unser Gehirn darauf ausgerichtet ist, das zu tun, was angenehm ist. Davon wollen wir immer mehr. Aber leider ist das fast immer der direkte Weg in die Abhängigkeit. Freiheit und Glück finden wir dort nicht. 

Der Weg von den kleinen Alltagsdrogen hin zu handfesteren Dingen wie Alkohol und verbotenen Drogen ist kurz. 

Apharigraha im Alltag bedeutet, dass wir uns dessen bewusst sind. Nichts spricht dagegen, Dinge zu kaufen oder zu genießen, aber wir dürfen unser Glück und unsere Zufriedenheit nicht davon abhängig machen. Denn wahres Glück finden wir nur in uns selbst. Wahre Freiheit finden wir nur in uns selbst. 

Alle östlichen Weisheitslehren wollen uns diesen Weg zeigen. Mentales Training, nützliche geistige Gewohnheiten, Meditation. Glück und Zufriedenheit aus eigenem Anbau. 

Loslassen - Simplify your life

In Afrika und Teilen Asiens gibt es eine geschickte Methode um Affen zu fangen. 

Man schneidet in das eine Ende einer Kokosnuss ein Loch, das gerade so groß ist, damit der Affe mit seiner Hand hineingreifen kann. Ins andere Ende der Kokosnuss werden kleine Löcher gebohrt, durch die ein Draht gezogen wird, um sie an einem Baum zu befestigen. Die Kokosnuss wird mit Süßigkeiten gefüllt.

Nun klettert der neugierige und hungrige Affe den Baum hinauf, wittert die leckere Mahlzeit, greift in die Kokosnuss – und steckt in der Falle. Denn: Er kann seine zur Faust geballte Hand samt den Süßigkeiten nicht mehr rausziehen. Obwohl der Affe die Menschen, die ihn fangen wollen hört und in Panik gerät, hält er seine Beute eisern fest. Dabei müsste er das Zeug nur loslassen, um die Hand herauszuziehen und sich befreien zu können. 

Die Erfahrung zeigt: Es gibt nur äußerst selten einen Affen, der das herausbekommt. 

Die meisten Menschen leiden, weil sie nicht loslassen können.

Welchen Sinn macht es in einer sich ständig ändernden Welt etwas festzuhalten? Wir können weder Glück noch irgend etwas anderes in unserem Leben festhalten. Das gilt für Lebenspartner, Kinder, Jugend, Gesundheit und das Leben insgesamt. Indem wir uns an die Dinge klammern und versuchen Kontrolle in einer nicht kontrollierbaren Welt zu erlangen, legen wir den Samen für unser Leiden im Leben. 

Das "Nicht-Loslassen-können" betrifft die materielle und mentale Ebene. 

Auf der materiellen Ebene wollen immer mehr - und immer etwas anderes, sind nie zufrieden. Wir leben nach dem Motto "Mehr ist besser" und "Was anderes ist wahrscheinlich besser." Ein solches Leben ist ein armes Leben, ein Leben im Mangel, statt in der Fülle. 

Genug ist der Reichtum des Weisen. Innerer Reichtum im Sinne von reicht, um.

Besitz belastet und macht besessen und doch klammern wir uns an dem, was wir haben. Den meisten Menschen fällt es schwer, sich von Gegenständen zu trennen. 

Warum wollen wir immer mehr?

Da gibt es zum einen die evolutionäre Ebene. Mehr materielle Dinge, mehr Vorräte, mehr Macht und Einfluss war vorteilhaft, wenn es um das Überleben und die Fortpflanzung ging. 

Und zum zweiten leben wir in einer Konsum- und Bedarfsweckungsgesellschaft. Unser Gesellschaftssystem ist auf Wachstum ausgelegt. Wir müssen immer mehr kaufen und konsumieren, um die Wirtschaft am laufen zu halten. 

Die Werbeindustrie lockt uns mit dem Versprechen des schnellen Glücks. Kauf dies und mach jenes, dann wirst du dich besser fühlen. Und die jahrelange Dauerbeschallung wirkt, wir glauben allen Ernstes den Versprechen der Werbung. In den USA konsumieren die Menschen heute etwas doppelt so viel wie vor fünfzig Jahren. In Deutschland ist es ähnlich. Aber ist das Leben der meisten Menschen entspannter und glücklicher geworden oder leiden immer mehr Menschen unter Stress und Burnout? Die Zahlen sind eindeutig. 

Loslassen auf der mentalen Ebene - simplify your mind

Nicht nur in unserer äußeren Welt hat sich im Laufe der Zeit allerhand Kram angesammelt. Unsere innere Welt ist meistens noch viel mehr mit altem Ballast angefühlt. Alte Erinnerungen, geistige Gewohnheiten belasten uns und machen uns das Leben schwer. 

Was können wir auf der geistigen Ebene loslassen?

  • Wir können aufhören die Welt so haben zu wollen, wie wir sie gerne hätten. 
  • Wir können die Angst vor dem Verlassenwerden, dem Alter, vor Krankheit oder Tod loslassen. 
  • Wir können die Vorstellung loslassen immer perfekt sein zu müssen.
  • ....

Eines der Geheimnisse des Glücklichseins besteht darin, das wir zu unterscheiden lernen, was wir wollen und was wir wirklich brauchen. Glück hängt nicht davon ab, was wir besitzen, oder davon, woran wir uns festhalten. Paradoxerweise ist genau das Gegenteil der Fall: indem wir lernen Loszulassen, werden wir das, was wir eigentlich wollen - glücklich sein. 

FOMO und der Umgang mit der Zeit

Wir sind getrieben von der Angst etwas zu verpassen. Fear omissing out. 

Ständig aktiv und auf der Suche nach dem Glück, verbringen wir unsere Zeit mit angeblich wichtigen aber letztlich unbefriedigenden Dingen. 

Ich habe keine Zeit. Unser Umgang mit der Zeit, das eigentlich kostbarste was wir besitzen, ist meistens sehr merkwürdig. Ein vollgepackter Terminkalender, der Tag bis ins letzte geplant - verpassen wir das eigentliche Leben. Meistens haben wir zu wenig Zeit und dann wieder zu viel. Dann ist uns langweilig und wir müssen die Zeit irgendwie totschlagen. Was für ein merkwürdiger Ausdruck, der schon viel über unsere Einstellung zur Zeit verrät. 

Wie wäre es, wenn du deinen gewohnten Umgang mit der Zeit einmal loslässt und dir stattdessen sagst: 

"Ich schenke mir Zeit, mein Leben zu genießen."

Wie wäre es, wenn du die Gewohnheit loslässt, gedanklich ständig in der Vergangenheit oder Zukunft zu sein und dich öfters im gegenwärtigen Augenblick aufhalten würdest. Nur jetzt kannst du das Leben wahrnehmen. 

Wie wäre es, wenn du das ständige Beschäftigt-Sein einmal loslassen würdest. Wenn du mal ausprobieren würdest, wie es wäre einmal bewusst nichts zu tun. Einfach nur da zu sein. 

Wie wäre es, wenn du dir jeden Tag bewusst Zeit dafür nimmst etwas zu tun, was Freude in deinen Tag bring. 

Mentale Lockerungsübungen

5 - 10 Minuten tägliche Achtsamkeitsmeditation, haben das Potential dein Leben grundlegend zu verändern. 

Wie der Affe in der Kokosnuss sind wir gefangen in unserem eigene Geist. 

Gedanken beobachten, aus dem Stress kommen, Optionen erkennen, anders reagieren lernen

Lässt man die Vorstellung los, die Welt sollte sich in einem bestimmten Zustand befinden, dann erkennt man, das es meist eine ganze Reihe von Optionen im Leben gibt. Es gilt: Du hast immer die Wahl. 

Im Stressmodul sind wir so sehr auf das auslösende Element fixiert, dass wir nicht in der Lage sind unsere Möglichkeiten zu erkennen. 

Alte Geschichten und Erwartungen loslassen

Wir leben und denken in Geschichten. Unser Gehirn liebt Geschichten. Unser Geschichtenerzähler sitzt gut geschützt in unserem Unterbewusstsein - und nimmt es leider mit der Wahrheit nicht so genau.  Wenn wir etwas oft genug hören oder uns immer wieder erzählen, glauben wir es irgendwann. Dabei verwechseln wir unsere Sicht der Dinge mit der absoluten Wirklichkeit. 

Welche Geschichte erzähle ich mir eigentlich?

Die Geschichten, die wir uns permanent erzählen stammen aus unserer Vergangenheit. Sie werden durch Assoziationen mit aktuellen Erfahrungen verstärkt und pflanzen sich über Erwartungen in die Zukunft fort. So sind wir gefangen im eigenen Denken. Unser Vergangenheit bestimmt unsere Gegenwart und Zukunft. 

Dinge, die auf der absoluten Ebene uns im Leben passieren, werden entsprechend unsere individuellen Geschichte bei Bedarf passend gemacht und umgedeutet. Ich mache mir die Welt, wie sie mir (und meinem Geist) gefällt. So, wie ich es gewohnt bin. 

Du bekommst, was du erwartest. Erwartungen sind nicht nur in der Wirtschaft von entscheidender Bedeutung, sondern auch für unser Leben. In der Wissenschaft ist dies als Pygmalion- oder Rosenthal Effekt bekannt, umgangssprachlich als selbst erfüllende Prophezeiung. 

Viele Geschichten schleppen wir schon jahrelang mit uns herum. Sie belasten und schaden uns. Weil sie jedoch immer wieder aufgerufen und abgespielt werden, verändern sie sich nicht. 

Welche Erwartungen habe ich? Welche Geschichte habe ich von mir und der Welt um mich herum verinnerlicht?

Die gute Nachricht lautet: Die Geschichten und Auto-Programme, die uns einschränken und behindern finden ausschließlich in unserem Geist statt, und deshalb können wir sie verändern, wenn sie uns bewusst sind. 

Bewusstsein ist die höchste Droge. 

Bist du dir bewusst, welche Geschichte jetzt gerade bei dir im Kopf abläuft? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch. Wenn du erkennst, das gerade eine Geschichte läuft, kannst du sie umschreiben. 

Die Geschichten zu erkennen, in denen man gegangen ist, ist der erste und wichtigste Schritt, um sich aus ihrer Umklammerung zu befreien. 

Übung:

Nimm dir einen Augenblick Zeit über die folgenden Fragen nachzudenken und schreibe die Antworten auf. 

  • Welche Geschichten über dich oder andere, die du dir erzählst, halten dich davon ab Freude und Wohlbefinden zu erleben?
  • Wie fühlt es sich in deinem Körper und Geist an, wenn du an die Geschichten, die du für wahr hälst, denkst?
  • Stell dir vor wie es wäre, wenn du diese Geschichten als das erkennen würdest, was sie sind, einfach nur Geschichten, ohne Bezug zur Realität. Wie fühlt fühlt sich das jetzt in deinem Körper und Geist an?

Die Geschichte umschreiben

Unser Gehirn kann nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheide. Ob du dir nur etwas gedanklich vorstellst oder es wirklich machst, aktiviert die gleichen neuronalen Verbindungen im Gehirn. 

Nimm dir regelmäßig Zeit, am besten morgens oder abends und stell dir vor, wie es wäre, wenn du ein anderen Mensch mit einem anderen Leben wärest. Wie würde sich das anfühlen? Wie würdest du als neuer Mensch in dir vertrauten Situationen anders reagieren? Versuche dir vor deinem geistigen Auge ein detailliertes Bild deiner neuen Persönlichkeit vorzustellen. Je besser du das Bild vor Augen hast und je mehr du die mit dem Bild verbundenen Gefühle wahrnimmst, desto schneller wirst du es verinnerlichen und zu deiner neuen Realität machen. 

Die Freude der Großzügigkeit

Geben ist seliger als Nehmen. 

Großzügig zu sein ist eine aktive Form des Loslassens und damit ein sicherer Weg zum Glück. 

Aus "Was kann ich für mich gerade tun?" wird "Was kann ich für dich gerade tun?" 

Viele unserer Probleme entstehen, weil wir permanent um uns selbst kreisen. Sobald wir unsere Aufmerksamkeit von uns selbst hin zu anderen lenken, lösen sie sich wie von Geisterhand auf. 

In dem wir anderen etwas Geben, lösen wir uns aus der Umklammerung eines immer wollenden Geistes und spüren das Gefühl einer inneren Freude. 

Wenn wir anderen etwas schenken und sei es nur unsere Zeit, Aufmerksamkeit oder ein freundliches Wort, so bekommen wie mindestens so viel zurück, wie wir gegeben haben. 

Gebt, so wird euch gegeben. 

Wenn wir anderen etwas geben, bedeutet das, wie bekommen nicht die selbe Menge, sondern viel mehr zurück. Mit einem solchen Verständnis vom Geben wird Großzügigkeit nicht als Opfer, sondern als Quelle von Glück gesehen 

Übung: 

Großzügigkeit wahrnehmen und spüren.

Versuche eine Woche lang jeden Tag bewusst einige Male großzügig zu sein und anderen etwas zu geben. Nimm dabei die Empfindungen in deinem Körper und die Gedanken in deinem Geist wahr. Nimm die mit Großzügigkeit verbundenen Gefühle und Empfindungen wahr und speichere sie tief in dir ab. Wie ist es, wenn du zum Wohlbefinden anderer beiträgst? Kannst du die Freude in dir spüren, wenn du großzügig bist?

Loslassen bedeutet nicht, nichts zu haben und in Armut zu leben. Loslassen bedeutet sich selbst zu finden.

Wir sollen nicht an weltlichen Gütern anhaften, sondern loslassen. 

Bedeutet dies, das wir allen unseren Reichtum aufgeben und der Welt entsagen müssen, um wahres Glück zu erfahren?

Der Buddha sagt dazu: 

Ein Mensch, der Reichtümer besitzt und sie klug einsetzt, ist ein Segen für die Menschheit.

Es geht darum, seiner Bestimmung zu folgen. Wir müssen nicht unseren gesamten materiellen Besitz aufgeben und in Armut leben. Wir können ihn verwenden, um damit Gutes zu tun. Wir investieren in das Gute in der Welt. 

Wir müssen unterscheiden lernen zwischen dem was wir haben und dem, was wir sind. Freiheit bedeutet, nicht an seinem Besitz zu hängen. Ein erfülltes Leben wird uns erwarten, wenn wir unseren Besitz und unsere Fähigkeiten klug (heilsam) einsetzen. 

Reichtum hat nicht etwas mit unserem materiellen Besitz zu tun. Wahrer Reichtum ist Lebensfreude und innerer Reichtum. 

Viele Menschen suchen nach dem Sinn im Leben. Dabei verhält es sich ähnlich wie mit dem Glück. Wir können es nicht im im Außen finden, sondern  nur in uns selbst. 

Zufriedenheit und wahres Glück entsteht, wenn wir unsere Stärken begreifen, unsere Bestimmung finden und sie in die Welt bringen. 

Großzügigkeit bedeutet auch seien Begabungen und Fähigkeiten zum Wohl der Welt mit anderen zu teilen. 

Aufgabe:

Wer bist du wirklich, hinter deine Geschichten, die du dir permanent erzählst?

Was ist deine Bestimmung? Welche Fähigkeiten, Talente hast du? Was fällt dir leicht? Was erfreut dein Herz?

Vielleicht fragst du dich: "Wer bin ich denn schon? Was kann ich denn schon Besonderes?"

Die Wahrheit ist: Jeder Mensch, auch du bist einzigartig. Unter den vielen Milliarden Menschen auf dieser Welt hat keiner genau die selben Erfahrungen gemacht wie du. 

Wenn du deine Begabung gefunden hast und beginnst sie in die Welt zu tragen, hat das eine ganz außergewöhnliche Wirkung. Wenn du die ganzen Wenn und Aber loslässt, die dich davon abhalten, das zu geben, wozu du berufen bist und was nur du  geben kannst, dann wird immerwährende Freude dein Leben erhellen. 

Zusammenfassung Loslassen

  • Loslassen bedeutet das Leben zu vereinfachen.
  • Loslassen muss auf der materiellen und geistigen Ebene erfolgen. 
  • Loslassen bedeutet, etwas abzugeben, was wir nicht mehr brauchen bzw. was uns im Weg steht.
  • Was können wir loslassen? Materielle Dinge, einen überfrachteten Terminkalender, Erwartungen, alte Geschichten, die wir uns immer wieder selbst erzählen. 
  • Loslassen ist wie Unkraut jäten. Ist das Unkraut im Garten entfernt entsteht Raum für die Schönheit der anderen Pflanzen, die uns erfreuen. 
  • Wenn wir im materiellen und geistigem Bereich Dinge loslassen, schaffen wir einen Raum, in dem unsere Kreativität blüht und wir unser volles Potential ausleben können.  

Stufe 6: Lernen sich selbst zu lieben ohne das Ego aufzublasen

Seien wir ehrlich - den wenigsten fällt es leicht sich wirklich selbst zu lieben. 

Wenn ich bloß dies oder jenes wäre. 

Wenn wir uns selbst beurteilen, so tun wir das normalerweise, indem wir uns mit anderen vergleichen oder an irgendeinem Ideal oder Standard messen. 

Dazu haben wir den asozialen Medien dank, mehr als genug Möglichkeiten.

Des Glückes Tod ist der Vergleich.

Es gibt uns nur in einer einzigen Ausführung. Sie in einer bestmöglichen Form zum Ausdruck zu bringen ist das Ziel. 

Sich zu akzeptieren und lieben zu lernen ist ein Prozess, der sich erst im Lauf der Zeit entfaltet. 

Sobald wir aufhören uns auf das zu konzentrieren, was wir nicht an uns mögen und uns stattdessen als ein einzigartiges, geheimnisvolles, sich ständig veränderndes Wesen betrachten, kann dein bestes Selbst zum Vorschein kommen. Die Freude darüber wird in die Welt hinausstrahlen. 

Dabei geht es nicht darum, nur unsere guten Seiten zu sehen und alles andere auszublenden. 

Der Mensch, der wir geworden sind ist dem natürlichen Lauf des Lebens zu verdanken. Weder gibt es Schuld noch einen Schuldigen. Es gibt nur das Leben, das ist, wie es ist.

So wie wahre Liebe umfassend und bedingungslos ist, so können wir uns mit unseren Fehlern und Schwächen lieben lernen. Unsere Neigung zu meinen, ausgerechnet wir unter all den anderen Lebewesen sei irgendwie verkehrt oder nicht gut genug, ist eine optische Täuschung des Bewusstseins. 

Das Leben und sich selbst aus einer anderen Perspektive betrachten

Du musst nicht alles an dir mögen, um dich zu lieben. 

Übung: Perspektivwechsel

Schließe deine Augen und mach dir ein Bild von dir, so wie du jetzt bist. 

Stell dir jetzt vor, du wärst eine Person außerhalb von dir. Eine Person, die dich schon viele Jahre begleitet hat und die dich gut kennt. Beschreibe dich jetzt selbst aus der Sicht dieser Person. Was würde diese Person über dich sagen? Diese Person sieht nicht nur dein Äußeres, sondern kann tief in das innerste deiner Seele blicken. 

Stell dir jetzt vor, wie diese Person dich und dein Leben beschreibt. Wie sie all die guten und positiven Dinge in dir und in deinem Leben zur Sprache bringt. Was würde diese Person über dich sagen?

Nimm diese Worte, Gedanken und Gefühle tief in dir auf und speichere sie dir ab. Und wenn immer Gedanken an deine Unzulänglichkeit oder Wertlosigkeit aufkommen, dann ändere ein wenig deine Perspektive und erinnere dich an das Gute in dir. 

Positive Affirmationen wie: "Ich bin toll.", "Ich bin liebenswert, so wie ich bin." oder "Ich bin großartig." sind beliebt, aber nicht sonderlich effektiv, wenn es darum geht sich selbst lieben zu lernen. 

Was bei solchen Affirmationen passiert ist nämlich, dass eine leise Stimme im Hintergrund flüstert: "Das stimmt doch gar nicht.".

Wenn du wirklich lernen willst dich zu lieben, dann überlege was genau an dir großartig oder liebenswert ist. Je genauer du das beschreibst - und fühlst, desto stärker wird es sich in dir verankern. 

Die zwei Grundeinstellungen zu dir selbst.

Wir kennen das Grundprinzip des Lebens. Es lautet: Alles ist in Veränderung. 

Sich selbst lieben zu lernen bedeutet dieses Prinzip auf sich selbst anzuwenden. Wenn du zu dir sagst: "Ich bin toll und wunderbar.", dann drückst du damit ein statisches Selbstbild aus. In Wirklichkeit aber gibt es keine Beständigkeit - auch nicht bei dir selbst. Du bist immer im Prozess, auf dem Weg und kannst dich jederzeit bewusst entscheiden. 

Wenn du ein flexibles oder dynamisches Selbstbild von dir hast, dann hilft dir das auch mit Rückschlägen und schwierigen Situationen besser umzugehen. In herausfordernden Situationen kannst du dir sagen:

"Ich bin noch auf dem Weg, aber ich weiß wo ich hin will. Ich lerne und über auf dem Weg, das gehört dazu. Womöglich schaffe ich das was ich mir vorgenommen habe noch nicht ganz, aber ich lerne, wie man es schaffen kann und werde immer besser. Ich komme auf meinem Weg immer weiter voran und ich weiß, ich gehe in die Richtige Richtung. 

Übung: Eigenlob stinkt - gar nicht.

The power of nice. Sei freundlich - auch zu dir selbst. 

Lerne, das Gute in dir zu sehen. Lobe alle deine Bemühungen und Entscheidungen auf deinem Weg, ganz egal, ob sie gleich funktioniert haben oder nicht. Öffne so deinen Geist für eine positive Sicht auf dich selbst und gib dem Geist der Selbstkritik keine Nahrung. 

Stell dich vor einen Spiegel und verbringe ein wenig Zeit davor. Werfe einen tiefen Blick auf das, was du dort siehst. Achte auf alle kritischen Kommentare und gewohnheitsmäßigen Reaktionen, die sich einstellen. Statt sie zu glauben oder zu fördern, nimm sie einfach nur zur Kenntnis. 

Sage dir nun laut und aufrichtig mindestens drei gute Eigenschaften, die du hast. Aller Anfang ist schwer, aber schon ein wenig Anerkennung, die du dir selbst entgegenbringst, wird sich positiv auswirken. Achte während du die positiven Eigenschaften sagst, auf deine Gefühle, die in deinem Körper und Geist entstehen. Speichere sie tief in dir ab. 

Meditation der liebenden Güte

Bei der Mediation der liebevollen Güte fangen wir bei uns selbst an und öffnen unsere Herz dann immer weiter, bis es alle Lebewesen einschließt. 

  • Möge ich sicher sein.
  • Möge ich gesund sein.
  • Möge ich friedvoll sein.
  • Möge ich glücklich sein.
  • Möge ich ein leichtes Leben haben. 

Versuche die Sätze, während du sie für dich wiederholst innerlich zu spüren. Visualisiere Situationen, in denen du dich sicher, gesund, friedvoll, glücklich und leicht fühlst. Versuche die Empfindungen in Körper und Geist zu spüren. 

Selbstliebe bedeutet sich etwas zu gönnen, weil man es sich wert ist. Wir können lernen eine andere Einstellung zu den Dingen und uns zu entwickeln. So gehst du nicht ins Fitnessstudio, weil du mit deinem Körper nicht zufrieden bist, sondern, weil du deinen Körper schätzt, liebst und nur das Beste für ihn willst. 

Wir sehnen uns alle nach Freundlichkeit und Fürsorge, und wir selbst sind es, die uns das in jedem Augenblick zuteil werden können lassen. 

Die Bestimmung finden

Selbstliebe und Selbstfürsorge haben viel damit zu tun, seine Bestimmung zu finden und bestimmte Begabungen zu entwickeln. 

Etwas zu finden, was uns wirklich Freude macht, verändert unser Leben, und das kommt allen anderen Menschen in unserem Umfeld auch zu Gute. 

Wie ein Gärtner sich liebevoll um seinen Garten kümmert und sieht, dass, das was angelegt ist auch gut wachsen kann, so können wir dasselbe mit unseren Talenten und Fähigkeiten tun. Egal ob es mit Musik, Sport, Kunst, Intelligenz, Gefühl oder Humor zu tun hat. Ob uns der Umgang mit Menschen oder Tieren eine Befriedigung verschafft. Es geht darum, dass du auf ehrliche Art und Weise deine besonderen Fähigkeiten und Talente erkennst und sie zum Ausdruck bringst. 

Der Schlüssel zum Glück liegt darin die eigenen Fähigkeiten und Talente zum Wohle anderer einzusetzen. Wenn wir lernen uns vom eigenen Ich zu entfernen, entsteht Weite und Zufriedenheit. 

Wir können Probleme nicht auf der gleichen Ebene lösen, auf der es entstanden ist. Albert Einstein.

Selbstliebe zu praktizieren bedeutet zu erkennen, das wir mehr sind, als wir denken. Wir sind größer als wir glauben. 

Es geht nicht darum die zweite Mutter Theresa zu sein, sondern zu erkennen, welch gewaltige Kraft wir besitzen, genau dort wo wir gerade sind, ein wenig mehr Freude und Glück in die Welt zu bringen. 

Stufe 7: Sich dem Leben öffnen

Verzeihen

Das Leben entsteht jetzt und entfaltet sich nach vorne - und nach oben. Mit unserer Geburt erhalten wir einen kleinen Rucksack indem wir unsere Erfahrungen legen. Wenn wir älter geworden sind, merken wir plötzlich, wie groß und schwer dieser Rucksack geworden ist. Wir wundern uns, wo ist die Leichtigkeit unserer Jugend hin? 

Aber wie kannst du unbeschwert durchs Leben gehen, wenn du 24/7 einen Rucksack voller Steine mit dir herumschleppst?

Wir haben gesehen, dass Loslassen der Weg zur Freiheit und Unbeschwertheit ist. Loslassen bedeutet auch lernen zu verzeihen. 

Zu verzeihen bedeutet, alle Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufzugeben. 

Wenn wir verzeihen, packen wir die dicksten und schwersten Steine, die, die ganz unten im Rucksack liegen, nach draußen. Verzeihen bringt Erleichterung. Es bedeutet zu erkennen, das es weder eine Schuld noch einen Schuldigen gibt. 

Alle Menschen sind (unbewusst) immer auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit. Alle Menschen und auch du haben in der Vergangenheit immer so gehandelt, wie es sich damals als richtig angefühlt hat. Einzig der verwirrte Geist, die Unwissenheit haben dafür gesorgt, dass draus Leiden entstanden ist. 

Sich dem Leben zu öffnen bedeutet die Vergangenheit loszulassen, Frieden zu finden. 

Jemand der an Ärger oder Wut festhält ist wie jemand, der glühende Kohlen aufhebt, um sie anderen an den Kopf zu werfen. Er schadet nur sich selbst.

Menschen können nur das geben, was in ihnen ist. Wenn dich jemand beleidigt oder verletzt hat, wie viel Ärger, Wut oder Schmerz muss dann in ihm sein?

Ein wesentlicher Bestandteil von Mitgefühl und Verzeihung ist die Erkenntnis, das es bei den Worten und Handlungen von anderen Menschen nicht um uns geht, sondern um die innere Wirklichkeit dieses Menschen, die sich mit unserer gekreuzt hat. 

Verzeihen hat einen konkreten Nutzen und wirkt sich unmittelbar auf auf unser Körper-Geist-System aus. Sich selbst und anderen zu vergeben ist die höchste Form von Eigeninteresse. Wenn ich mir und anderen verzeihe, sorge ich dafür, dass Wut, Ärger und Zorn nicht mein eigenes Wesen zerstören. 

"Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun."

Das waren die letzten Worte von Jesus, als er ans Kreutz geschlagen worden ist. Er ging nicht mit Wut, Zorn und Hass aus dem Leben, sondern mit Verständnis und Mitgefühl. Verwirrung und Unwissenheit ist der Grund, warum Menschen leiden und Leiden verursachen. 

Wenn du frei werden willst, ist ein Perspektivwechsel notwendig. 

Übung: Um Verzeihung bitten

Denke an jemanden, dem du irgendwie Schaden zugefügt hast. Stell dir vor, diese Person sitzt jetzt vor dir und schaut dich an. Lass zu, wenn Gefühle von Reue sich in dir melden. Nimm sie wahr, ohne dich in ihnen zu verlieren. Denk über die Verwirrung und Unwissenheit nach, die dazu geführt haben, dass du dich so verhalten hast. Dabei geht es nicht um Rechtfertigung, sondern um Verständnis. 

Wenn du möchtest, kannst du innerlich die Worte sagen: "Falls ich dich Verletzt habe, tut es mir von Herzen leid. Ich bitte dich um Verzeihung." 

Stell dir vor, wie die betreffende Person, die vor dir sitzt, deine ehrlichen Worte hört, sie annimmt und dir vergibt. Spüre, wie sich das in deinem Körper und Geist anfühlt. 

Übung: Jemanden verzeihen

Denke an jemanden, der dir irgendwie Schaden zugefügt hat. Stell dir vor, dass diese Person jetzt vor dir sitzt und dir in die Augen schaut. Denke darüber nach, welche Verwirrung oder Unwissenheit diese Person dazu gebracht haben muss, so zu handeln, wie sie gehandelt hat. Vielleicht kannst du Mitgefühl für diese Person entwickeln. 

Sage nun innerlich: "Ich verzeihe dir all den Schaden und Schmerz, den du mir absichtlich oder unabsichtlich zugefügt hast. Ich verzeihe dir deine Verwirrung und Unwissenheit."

Stell dir vor, wie die Person deine Worte in sich aufnimmt und deine Verzeihung spürt. Wie sich Erleichterung ausbreitet. Spüre, wie sich das anfühlt. 

Wenn es dir schwer fällt einer Person zu vergeben, dann kannst du versuchen dir die Person als kleines Kind vorzustellen, welches ängstlich und verwirrt ist. Es handelt so, weil es nicht anders kann. 

Liebevolle Güte entwickeln

Liebe und Mitgefühl zu entwickeln verändert das gesamte Leben. Es gibt kaum etwas stärkeres als Liebe und Mitgefühl. 

Wenn du dich dem Leben öffnen willst, dann lerne im ersten Schritt Liebe und Mitgefühl für dich selbst zu entwickeln. Das ist nicht egoistisch, sondern notwendig um es anderen zu geben. 

Menschen können nur das geben, was in ihnen ist. 

Deine Gedanken bestimmen dein Leben. Jeder Gedanke hat eine bestimmte neuronale Schwingung, die ihm eigen ist. Mit Gedanken sind Gefühle und Emotionen verbunden. Positive oder negative. Die neuronale Schwingung, die in deinem Kopf entsteht, endet nicht dort, sondern pflanzt sich außerhalb weiter fort. Trifft sie auf Personen mit einer ähnlichen Schwingung, wird sie verstärkt. So breiten sich positive Gefühle wie Freude, Liebe oder Mitgefühl, ebenso wie negative Gefühle wie Hass, Neid oder Wut aus. Wie ein Virus verbreiten sich solche Gefühle und infizieren deine Umgebung. 

Jeder kennt Menschen, in deren Anwesenheit man sich eher gut oder schlecht fühlt. Deshalb gilt: Achte auf deine Gedanken.....

Übung: Liebevolle Güte im Alltag entwickeln

  • Wähle eine Person der Woche, der du regelmäßig Liebe und Mitgefühl sendest.
  • Sende bewusst liebevolle Gedanken an Menschen, die du in deinem Alltag zufällig triffst. Die Frau an der Kasse, die Person, die dir auf der Straße entgegen kommt.
  • Lächele Menschen an, an denen du zufällig vorbeikommst oder grüße sie.

Die Art und Weise, wie du über andere denkst, beeinflusst, wie sie sich dir gegenüber verhalten.

Wissenschaftlich bekannt und erforscht ist dies als "Pygmalion-Effekt", den die Soziologen Rosenthal und Jacobsen in den 70er Jahren an einer amerikanischen Grundschule in einem Experiment nachgewiesen haben.

Das Ergebnis in einem Satz: Schüler, die mit bestimmten Erwartungen konfrontiert werden, liefern genau das, was erwartet wird, nicht mehr und nicht weniger. 

Übung: Nach dem Guten suchen

Versuche für eine bestimmte Zeit in allen Menschen, mit denen du in Kontakt kommst, das Gute zu suchen. Alle Menschen wollen geborgen, angenommen und geliebt werden. Alle wollen glücklich sein - genau wie du. 

Halte Ausschau nach positiven Eigenschaften wie Humor, Fürsorglichkeit, Kreativität, Intelligenz oder Loyalität. Was an ihnen ist einzigartig und bewundernswert? Versuche dich nicht auf ihre Fehler und Schwächen zu konzentrieren, sondern auf das Gute in ihnen. 

Nimm die Veränderung wahr, die entsteht, wenn du deine Einstellung zu der entsprechenden Person, deine Perspektive auf die Person änderst. 

Spielerisch durch´s Leben gehen

"For when the One Great Scorer

comes to mark against your name,

He writes—not that you won or lost—

but how you played the game."

- Grantland Rice

Man kann das Spiel des Lebens nicht gewinnen - nur spielen. 

Erinnerst du dich, wie schön es war, als du den ganzen Tag herumspielen konntest. Bis zu dem Tag, als der Ernst des Lebens begann. Dein erster Schultag. 

Jetzt war Schluss mit Lustig.

Spielen bedeutet, Spaß an der Sache zu haben, an dem Prozess des Tuns. 

Kleine Kinder bauen eine Sandburg, weil es ihnen Spaß macht und nicht weil sie unbedingt eine haben, besitzen wollen. Deshalb haben sie auch kein Problem damit, sie, nachdem die fertig ist, einfach wieder umzutreten. 

Wenn wir etwas tun, dann muss es immer einen Sinn, ein Ziel haben. 

Wir nehmen uns und das Leben oft so fürchterlich erst. Dabei sind es nicht die großen Ziele die wir erreichen, sondern die kleinen, unscheinbaren Augenblicke des Seins, die unser Leben reich und erfüllt machen. 

Verspieltheit und Humor machen das Leben einfacher. Sie verbinden uns mit anderen Menschen und wecken Freude in uns. 

Übung: Spielerisch durch´s Leben gehen

Nimm einmal bewusst wahr, was passiert, wenn du etwas spielerisch tust.

Beispiele: 

  • Sich bewusst mit Dingen beschäftigen, die reine Zeitverschwendung sind. 
  • Sich wie ein Kind hüpfend bewegen, während du auf den Bus wartest.
  • Sich mit deinem Partner singend unterhalten.
  • Sich beim gehen tanzend bewegen.
  • Über unerwartete Situationen lachen, statt sich darüber zu ärgern. 

Freude bereiten

Kleines Gedankenexperiment: 

Was würde passieren, wenn ich mich und mein Leben der Aufgabe widme, anderen Freude und Glück zu bringen? 

Könnte es sein, das es ein sicherer Weg zum Glück ist, wenn wir das Leiden der anderen lindern und ihnen helfen Glück zu finden. 

"If you will reach it, teach it."

Egal, ob du etwas Großes oder Kleines tust, um Leiden zu lindern, es ist in jedem Fall eine ausgezeichnete Möglichkeit Sinn und Erfüllung in dein Leben zu bringen. 

Was könntest du tun?

Gelassenheit entwickeln

2 Weisheitsgeschichten zum Thema Gelassenheit

Zwei Engel
Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen.

Anstelle dessen, bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr einziges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können?

"Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig, und du ließt die Kuh sterben." "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Der alte Mann und sein Sohn

Einst lebte ein alter Bauer mit seinem Sohn und einem Pferd glücklich und zufrieden in einem kleinen Dorf. Das Pferd war unentbehrlich und half beim Bestellen der Felder. 

Eines Nachts lief das Pferd davon. Alle Dorfbewohner bedauerten ihn, wie sollte es jetzt ohne das Pferd weitergehen? Doch der alte Mann sagte nur: "Wer weis, wer weis...." und lächelte.

Eines Morgens hörte der Bauer und sein Sohn Hufgetrappel in der Ferne. Als sie aus dem Fenster blickten, sahen sie wie ihr Pferd zurück kam und noch eine ganze Herde wilder Pferde mitbrachte. 

Die Dorfbewohner sagten: "Du Glückspilz, jetzt bist du ein reicher und wohlhabender Mann geworden und brauchst dir um die Zukunft keine Sorgen mehr zu machen." Der alte Mann aber lächelte nur und sagte: "Wer weis, wer weis...."

Beim Zureiten eines der Wildpferde stürzte der Sohn unglücklich und brach sich das Bein. Wieder bedauerten ihn die Dorfbewohner, aber der alte Bauer sagte wieder nur "Wer weis, wer weis..."

Kurz darauf brach ein Krieg aus, und alle jungen Männer des Dorfes mussten in den Krieg – außer seinem verletzten Sohn.

Wer weis, wer weis...

Ob gut, ob schlecht – wer weiß das schon?

Gelassenheit ist die Fähigkeit auch Angesicht von Herausforderungen gefasst und ausgeglichen zu bleiben. Wie jede andere Fähigkeit, kann auch Gelassenheit trainiert und entwickelt werden. 

Gelassenheit darf nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden, bei der wir uns einfach den Umständen hingeben. Im Gegenteil: Gelassenheit beruht auf dem Wissen, dass alle Dinge sich verändern. Dein Glück oder Unglück hängen jedoch nicht von den Umständen ab, sondern von deiner Einstellung und deinem Handeln. 

Du bist nicht das Opfer, sondern der Gestalter deines Lebens. 

Man weiß ja nie.

Jederzeit kann alles passieren.

Stufe 8: Die Freude entdecken einfach da zu sein.

Glück kann man nicht kaufen.

Es lässt sich weder durch Willenskraft, noch durch Anstrengung erreichen. Wie ein scheues Reh flieht es vor jedem, der es zu fangen versucht. Dabei ist es immer da, wenn wir uns entspannen und loslassen. 

Kommt dir das bekannt vor? 

Wie lange hatte ich mich schon darauf gefreut. Endlich in der Sonne und am Meer. 

Alles schien perfekt - wenn nur diese unsäglichen Gedanken in meinem Kopf nicht wären. 

"Was mache ich als Nächstes?"

"Wo und wie finde ich Glück und Zufriedenheit?"

Wonach ich jahrelang vergeblich suchte, fand ich schließlich in meinem Kopf. 

Ich hatte das Paradies gefunden indem ich lernte im Augenblick zu verweilen. 

Glück ist, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.
- Seneca

Unser Glück, liegt in unseren eigenen Händen. 


Es kommt nicht darauf an.

Angst blockiert jede Bewegung auf deiner Reise. 

Wenn du dich bewusst entscheidest und vertraust, wird das Leben dir zeigen, was es als nächstes zu tun gibt. Du kannst dich niemals falsch entscheiden, solange du offen bleibst. Manchmal erkennen wir, das eine andere Entscheidung klüger gewesen wäre, aber manchmal ergeben sich aus einer Entscheidung auch gänzlich neue Möglichkeiten, die sonst so nie aufgetaucht wären. 

Wie wir uns auch entscheiden, es kommt letztlich nicht darauf an. Wenn wir lernen mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen, dann wird uns das Leben dorthin führen, wo wir hin müssen. 

Dem Leben zu vertrauen ist so ähnlich wie schwimmen lernen. 

Zuerst beginnt man zu strampeln und strengt sich an. Das Gefühl unterzugehen ist allgegenwärtig. Entspannt man sich ein wenig, merkt man, das es einfacher wird und man sich nicht mehr so anstrengen braucht. Wenn man es schafft vollkommen loszulassen, zu vertrauen und sich zu entspannen, dann merkt man, wie man wie von Zauberhand vom Wasser getragen wird. 

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